Nutzenbewertung

Stamm-Fibich beim BVMed für eigene MedTech-Methodik

Wegen der großen Unterschiede zu Arzneimitteln plädiert die SPD-Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich für eine eigene Methodik zur Bewertung von Medizinprodukten. "Wir brauchen spezifische wissenschaftliche Leitlinien für die Nutzenbewertung von Medizinprodukten", sagte die Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Medizinprodukte auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed.

Der Nutzennachweis für Medizinprodukte könne dabei nicht nur durch RCT-Studien, sondern auch durch Fall- und Beobachtungsstudien, Routinedaten oder Registerprojekte erbracht werden. Der im Entwurf des Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) vorgesehene Nutzenbewertungsprozess sollte nach Ansicht der SPD-Expertin nicht allein durch den NUB-Antrag der Krankenhäuser, sondern nur mit Zustimmung des Herstellers gestartet werden.

BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt plädierte dafür, den im Entwurf des GKV-VSG enthaltenen Begriff eines "neuen wissenschaftlich-theoretischen Konzepts", für den die Nutzenbewertung greifen soll, klar zu definieren. Um eine sachgerechte Nutzenbewertung innerhalb der vorgegebenen Frist von zwei Jahren durchführen zu können, sei eine neue Methodik unbedingt notwendig. Hierzu sollten Forschungs- und Gesundheitsministerium eine neutrale wissenschaftliche Einrichtung umgehend beauftragen, spezifische wissenschaftliche Leitlinien für die Erprobung und Bewertung von neuen Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten zu entwickeln.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • eHealth-Strategie für Deutschland

    Acht Verbände aus vier Branchen der industriellen Gesundheitswirtschaft - BIO Deutschland, Bitkom, bvitg, BVMed, SPECTARIS, VDGH, vfa und ZVEI - setzen sich gemeinsam für die Entwicklung eines nationalen eHealth-Zielbilds und einer daraus abgeleiteten eHealth-Strategie für Deutschland ein. Weiterlesen

  • Bundesregierung: Engpässe bei Medizinprodukten möglich

    "Die Bundesregierung schließt Versorgungsengpässe bei Medizinprodukten nicht mehr aus und mahnt eine rasche Korrektur der europäischen Vorschriften sowie längere Übergangsfristen an. Die EU-Verordnung zur strengeren Kontrolle von Medizinprodukten stelle die Hersteller vor große Probleme", zitiert devicemed.de das Ärzteblatt und Xing News "Pharma & Medizintechnik". Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordere daher gemeinsam mit 19 weiteren Staaten eine zeitnahe Lösung – etwa eine längere Übergangszeit für chirurgische Instrumente, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Es gäbe dringenden Handlungsbedarf auf europäischer Ebene. Weiterlesen

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für das zweite Halbjahr eine Diskussion über die Qualität im Gesundheitswesen angekündigt. "Ich bin mit dem, was wir bis jetzt an Qualitätsmessungen insbesondere im stationären Bereich in den Krankenhäusern haben, nicht zufrieden", sagte Spahn bei der 15. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Diese Messungen müssten dann auch ökonomische Folgen haben. Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik