Miniaturisierung

Medizintechnologien der Zukunft

Der BVMed hat in einem Papier "Medizintechnologien der Zukunft" zahlreiche MedTech-Entwicklungen aus den Bereichen Auge, Ohr, Gehirn, Herz, Bewegungsapparat, Haut und "Hightech im OP" beleuchtet. Außerdem ist zu dem Thema ein Magazin "Die Zukunft der Medizintechnologie" aus der Reihe "Medizin und Technologie" erschienen.

Der menschliche Körper ist ein Wunder. Seine Funktionen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Organe, Knochen, Muskeln, Gefäße und Nerven arbeiten harmonisch miteinander. Mehr als 200 Knochen bilden das Gerüst. Über 600 Muskeln machen den Menschen mobil. Das Herz des Erwachsenen schlägt 100.000 Mal jeden Tag und pumpt dabei täglich rund 6.000 Liter Blut durch den Körper.

Wenn der menschliche Körper durch Abnutzungserscheinungen, Krankheiten oder Unfälle Schwächen aufweist, beginnen die Herausforderungen der Medizintechnologie. Ärzte, Forscher und Ingenieure der Medizintechnologiebranche versuchen, das Wunder Mensch noch besser zu verstehen. In den meisten Fällen gilt es, die Funktionen des Körpers möglichst perfekt nachzuempfinden oder zu unterstützen. Der medizintechnische Fortschritt ist dabei faszinierend. Ein Beispiel: Der Verlust der Sehkraft war noch vor wenigen Jahren eine endgültige Diagnose. Doch schon bald könnten neue Medizintechnologien dazu führen, dass Blinde wieder sehen können. Was früher undenkbar war, werden innovative Technologiefelder im Bereich der Computerisierung, Molekularisierung, Miniaturisierung, Robotik, Telemedizin und in Teilbereichen des Ambient Assisted Living (AAL) in Zukunft möglich machen. Dieses Papier greift zahlreiche faszinierende Entwicklungen auf.

Der medizintechnische Fortschritt ist dabei nicht nur Hoffnungsträger für den Menschen. Er bietet auch Lösungen für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Der demografische Wandel wird die sozialen Versorgungssysteme stark verändern. Durch Medizintechnologien werden ältere und chronisch kranke Menschen mehr Lebensqualität haben. Außerdem werden Menschen durch sie länger selbstständig und erwerbsfähig sein. Das bietet Lösungsansätze für eine langfristige Entlastung der sozialen Sicherungssysteme und hilft somit sozialadäquate und wirtschaftlich bezahlbare Lösungen für die gesellschaftliche Herausforderung des demografischen Wandels zu finden.
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