Digitalisierung

Die digitale Gesundheitswirtschaft: Potenziale für die MedTech-Branche

5. M-Health/Apps



Unter Mobile Health, kurz: M-Health, versteht man die Erbringung von Gesundheitsleistungen durch mobile Kommunikationsgeräte. Mobile Dienste wie Apps für Smartphones werden den Gesundheitsmarkt grundlegend verändern. Dazu trägt alleine die rasante Verbreitung der Smartphones bei. Bereits die Hälfte aller Patienten glaubt nach aktuellen Umfragen daran, dass M-Health das Gesundheitssystem verbessern wird. Auch die Akteure des Gesundheitswesens, Ärzte, Krankenkassen und die Industrie, sehen das enorme Potenzial der mobilen Gesundheitsdienstleistungen.

Besonders Gesundheits-Apps sind auf dem Vormarsch. 2015 wurden weltweit über 400.000 Apps im Bereich Fitness-, Wellness- und Gesundheit in den wichtigsten App-Stores angeboten. Die Zahl der Downloads solcher Anwendungen aus den Bereichen Medizin, Gesundheit und Fitness belief sich laut aktuellen Studien auf 3 Milliarden. Das entspricht einer Verdopplung innerhalb von zwei Jahren.

Im engeren Bereich der Gesundheitsversorgung reden wir von rund 100.000 Gesundheits-Apps. Rund 30 Prozent der Deutschen haben laut einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung eine Gesundheits-App auf ihrem Smartphone. Bei den Anwendungen geht es beispielsweise um die Stärkung der Gesundheitskompetenz, um Analyse und Erkenntnisgewinne, um indirekte Interventionen durch das kontinuierliche Erfassen und Auswerten von gesundheitsbezogenen Informationen, um Online-Kurse, um die Dokumentation von Gesundheits- und Krankheitsgeschichten, um die Organisation und Verwaltung von Prozessen oder um den Einkauf und die Versorgung über Online-Apotheken. Interessant ist, dass vermehrt auch Medizintechnik-Unternehmen Apps anbieten. Ihr Anteil am Gesamtmarkt der Anbieter von M-Health-Apps stieg im Jahr 2015 von fünf auf sechs Prozent.
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