Patienteninformationen

BVMed aktualisiert Patienteninformation zu Hilfsmittel-Zuzahlungen in der GKV

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat seine Patienteninformation zu Zuzahlungen bei der Verordnung von Hilfsmitteln in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aktualisiert. Das Dokument fasst die gesetzlichen Zuzahlungsregelungen für Hilfsmittel wie Inkontinenz-, Tracheostoma- oder Beatmungsprodukte zusammen und informiert zu Höchstgrenzen und Sonderregelungen. Download der Patienteninformation unter www.bvmed.de/broschueren-hilfsmittel.

In der GKV wird zwischen "zum Verbrauch bestimmten" Hilfsmitteln wie Inkontinenz-, Tracheostoma- oder Beatmungsprodukten und "nicht zum Verbrauch bestimmten" Hilfsmitteln wie Orthesen oder Anti-Dekubitus-Hilfen unterschieden. Für erstere beträgt die Zuzahlung des Patienten zehn Prozent des von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrags, jedoch maximal zehn Euro für den gesamten Monatsbedarf. Bei nicht zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln wird die Zuzahlung für jedes abgegebene Hilfsmittel berechnet. Die Höhe der Zuzahlung hängt von der Vergütungsform und der Art des Hilfsmittels ab.

Versicherte müssen während jedes Kalenderjahres nur Zuzahlungen bis zu einer Belastungsgrenze von zwei Prozent ihres jährlichen Bruttoeinkommens leisten, für chronisch kranke Patienten liegt diese Grenze zur Zuzahlungsbefreiung bei einem Prozent. Wichtig: Private Aufzahlungen der Patienten für Produkte, die über das medizinisch notwendige Maß hinausgehen, werden bei der Berechnung der Belastungsgrenze nicht berücksichtigt. Die Patienten müssen die Zuzahlung an die GKV direkt beim jeweiligen Leistungserbringer (Apotheke, Homecare-Unternehmen, Sanitätsfachhandel, medizinischer Fachhandel) entrichten. Download der Patienteninformation unter www.bvmed.de/broschueren-hilfsmittel.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • ARD-Plusminus zu den Qualitätsproblemen in der Hilfsmittelversorgung

    Das ARD-Magazin Plusminus hat recherchiert, wie bzw. inwiefern die Qualität in der Hilfsmittelversorgung durch das Terminservice- und Informationsgesetz (TSVG) verbessert wurde. In dem Beitrag "Kampf um Hilfsmittel - Neue Regelungen laufen ins Leere" vom 12. August 2020 werden vor allem Krankenkassen wegen ihrer Sparpolitik, die zu Lasten der Versicherten geht, kritisiert. Weiterlesen

  • "Corona-Lösungen" in der Hilfsmittel-Versorgung sind nur ein Notbehelf

    Auch wenn Postversand und Teleeinweisung in Corona-Zeiten als Mittel der Wahl und auf den ersten Blick als geeignete Alternativen zur Hilfsmittelversorgung ,,vor Ort" erscheinen: Zur Gewährleistung der individuellen, qualitätsgesicherten Hilfsmittelversorgung ist der persönliche Kontakt zum Patienten in der Regel unabdingbar. Auch wenn es verlockend erscheint, diese Versorgungswege fortzuführen, so können sie weiterhin nur als Notlösung in einer Ausnahmesituation gewertet werden, so BVMed-Hilfsmittel-Expertin Juliane Pohl in einem Gastbeitrag für das Magazin "Gesundheitsprofi". Weiterlesen

  • Homecare-Management-Kongress von MedInform am 25. November 2020 in Berlin

    Die Veränderungen in der Versorgungslandschaft durch die Corona-Pandemie und das Verbot von Hilfsmittel-Ausschreibungen sind ein Schwerpunktthema des 7. Homecare-Management-Kongresses des BVMed am 25. November 2020 in Berlin. Experten aus den verschiedenen Versorgungsbereichen werden die Veränderungen beleuchten und in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion Szenarien zur Weiterentwicklung der Hilfsmittel- und Homecare-Versorgung als Teil der ambulanten Versorgung erörtern. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik