Medizinischer Fortschritt

Förderprogramme auf Bundesebene

Für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten muss eine Vielzahl von regulatorischen Anforderungen erfüllt sein. Vor allem kleine und mittelständische Hersteller von Medizinprodukten (KMU) stehen in Bezug auf die unter der neuen europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) erhöhten regulatorischen Anforderungen vor großen Herausforderungen und bedürfen besonderer Unterstützung in Form von Förderprogrammen.

Eine der neuen Anforderungen der MDR, um Medizinprodukte – vornehmlich höherer Klassen – auf den Markt zu bringen und in die nationalen Erstattungssysteme aufnehmen zu lassen, ist die Bereitstellung von klinischen Daten. Um diese in der geeigneten Form bereitstellen zu können, unterstützt z. B. das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die KMU bei der klinischen Validierung medizintechnischer Lösungen.


Die Forschungszulage ist ein steuerliches Förderinstrument der Bundesregierung. Sie unterstützt Forschung und Entwicklung in Deutschland.

Unternehmen erhalten maximal 1 Mio. Euro pro Jahr. Das Forschungsthema ist dabei nicht eingegrenzt; der Forschungszulagenrechner bietet einen ersten Überblick, wie viel steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung das Unternehmen erhalten kann.

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden. Weitere Infos, z. B. zur Antragsstellung, finden Sie auf der Website des BMWK.

Auf der Suche nach dem passenden Förderprogramm sind u. a. folgende Informationsseiten des Bunds hilfreich:


Interessant könnte für Sie in diesem Kontext auch die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND sein.
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