Weltmarkt

MedTech-Weltmarkt bei rund 400 Milliarden US-Dollar

Der Weltmarkt für Medizintechnologien (ohne IVD) betrug 2020 nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan 428 Milliarden US-Dollar. Für die Jahre bis 2025 prognostiziert Frost & Sullivan eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von mehr als 6 Prozent. Deutschland liegt mit einem Anteil von 9,9 Prozent, nach den USA (38,8 Prozent) noch vor Japan und China an zweiter Stelle.

10,8 Prozent des Weltmarktes entfallen auf die minimalinvasive Medizin - gefolgt von 10,4 Prozent für die Kardiologie und 8,5 Prozent für die Orthopädie. Bereiche in den TOP 10 sind weiterhin: Bildgebende Verfahren (8,1 Prozent), Ophthalmologie (7,9 Prozent), Wundversorgung (5,6 Prozent), Respiratorik/Anästhesie (4,7 Prozent), Audiologie (4,2 Prozent), Patientenüberwachung (4,1 Prozent) sowie Neurologie (2,8 Prozent). (Quelle: Prognose von Frost & Sullivan für das Jahr 2021).

Das englische Marktforschungsunternehmen Evaluate MedTech prognostizierte im Herbst 2018 einen durchschnittlichen Anstieg des weltweiten Medizintechnik-Marktes um 5,6 Prozent von 405 Mrd. Dollar im Jahre 2017 über 445 Mrd. Dollar im Jahr 2019 auf 595 Mrd. Dollar im Jahre 2024. Das Wachstum ist je nach Produktart aber unterschiedlich. Produkte für die Neurologie werden mit plus 9,1 Prozent am stärksten wachsen. Auch Diabetes-Produkte liegen mit plus 7,8 Prozent sehr gut im Rennen. Unterdurchschnittlich werden sich dagegen die diagnostische Bildgebung und Orthopädie-Produkte mit jeweils plus 3,7 Prozent entwickeln.

Innerhalb der Europäischen Union haben die deutschen Medizintechnik-Unternehmen mit Abstand den größten Anteil. Von den rund 95 Milliarden Euro Umsatz entfielen über 32 Milliarden Euro (inklusive Kleinbetriebe) auf Unternehmen mit Unternehmenssitz in Deutschland. Es folgen – nach Produktionsstandorten – Irland (11,6 Mrd. Euro), Frankreich (11,0 Mrd. Euro), Italien (9,5 Mrd. Euro) und Großbritannien (8,2 Mrd. Euro).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Ukraine-Krieg | Info-Blog

    Im Info-Blog zum Ukraine-Krieg informiert der BVMed über relevante Informationen und Dokumente für die MedTech-Branche. Mehr

  • Wirtschaftsnetzwerk Afrika

    Seit März 2022 ist der BVMed neuer Partner im Wirtschaftsnetzwerk Afrika. Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bietet u.a. kleinen und mittelständischen Unternehmen ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot für ihr Geschäftsvorhaben in afrikanischen Märkten. Mehr

  • Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2021

    Die MedTech-Branche zeigt sich vom Corona-Krisenjahr 2020 leicht erholt. Nach einem Umsatzrückgang von 2,1 Prozent im Vorjahr erwartet die Branche 2021 in Deutschland ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent. Die Gewinnsituation ist jedoch durch gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten stark angespannt. Dennoch bleibt die Branche ein Jobmotor, die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. Der mit Abstand größte Bremser der künftigen MedTech-Entwicklung bleibt die MDR. Die Unternehmen fordern vor allem eine vereinfachte Neuzertifizierung für bewährte Bestandsprodukte sowie Förderprogramme für KMU. Durch die Krise gewinnen die Themen Digitalisierung und Ambulantisierung weiter an Bedeutung. Dabei sehen die Unternehmen das größte Potenzial in Datenanalysen, Cloud-Technologien und KI. Die MedTech-Branche fordert dafür einen besseren Zugang zu Versorgungsdaten. Mehr


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik