Ambulanter Bereich

Kompressionstherapie in der ambulanten Versorgung

MedTech ambulant Nr. 01/15

Kompressionstherapie bei Ulcus cruris venosum


Verlieren Venen oder Venenklappen die Fähigkeit der elastischen Anpassung an die unterschiedlich großen Blutmengen, so bleiben sie dauerhaft erweitert. Die Venenklappen können sich nicht mehr schließen und der Rücktransport des Blutes zum Herzen wird gestört. Der Rückstau macht sich zuerst in schweren, geschwollenen Beinen bemerkbar. Hautveränderungen können folgen, bis sich bei nicht rechtzeitiger Behandlung Ekzeme und Unterschenkelgeschwüre bilden können.

Ziel jeder Venenbehandlung ist, die akuten Auswirkungen wie Stauungen, Geschwüre usw. zu beseitigen und ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Unerlässlich ist dabei die sachgemäße Kompression des Beines:
  • In der akuten Phase sollte immer ein Kompressionsverband aus Zinkleimbinden oder Kurzzugbinden zum Einsatz kommen, weil damit besser auf die Umfangsschwankungen des Beines reagiert werden kann.
  • Ist das Bein nachhaltig entstaut und ein Ulcus abgeheilt, erfolgt die Nachsorge mit individuell angepassten medizinischen Kompressionsstrümpfen.

Näheres siehe S2-Leitlinie Phlebologischer Kompressionsverband (PKV) unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/037-005.html.
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