Thromboseprophylaxe

BVMed setzt sich für bessere Aufklärung über Thrombose-Prophylaxe ein

Welt-Thrombose-Tag 2016

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich zum Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober 2016 für eine bessere Aufklärung über Entstehung, Gefahren und Vermeidung von Thrombosen ein. Der Welt-Thrombose-Tag soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefahren einer venösen Thromboembolie zu erhöhen und langfristig eine verbesserte Prävention und Behandlung zu erreichen. Der BVMed-Fachbereich "Mechanische Thromboseprophylaxe" hat hierzu Informationsblätter und Hintergrundinformationen erarbeitet. Die Informationen können auf der BVMed-Webseite unter www.bvmed.de/thromboseprophylaxe abgerufen werden.

Die venöse Thromboembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Allein in Deutschland sterben Hochrechnungen zufolge jährlich bis zu 100.000 Menschen an den Folgen thrombotischer Erkrankungen. Dennoch sind die öffentliche Aufmerksamkeit für die Gefahren und die Kenntnis der Versorgungsrealität in Deutschland gering.

Neben der medikamentösen Prophylaxe sind es vor allem die physikalischen Maßnahmen, die bei richtiger Anwendung einfach und nahezu nebenwirkungsfrei dazu beitragen, thromboembolische Komplikationen zu verhindern. Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe erhöhen bei immobilen Patienten die venöse Rückstromgeschwindigkeit und sorgen so in Kombination mit Arzneimitteln für einen optimierten Schutz vor einer Thromboembolie. Zudem profitieren immobile Patienten mit erhöhtem Thromboserisiko während und nach der Operation von der "Intermittierenden Pneumatischen Kompression" (IPK).

"Unser Ziel ist es, das Wissen der Ärzte und der Pflegekräfte über die unterschiedlichen Arten der Kompression und die korrekte Handhabung der medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfe zu verbessern", so BVMed-Hilfsmittelexpertin Daniela Piossek. Während der Kompressionsstrumpf zur Therapie bereits existierender Venenproblematiken eingesetzt wird, ist es das Ziel des Thromboseprophylaxestrumpfes, speziell die Rückflussgeschwindigkeit in den unteren Extremitäten zu erhöhen und somit beim immobilen Patienten der Bildung von Thrombosen vorzubeugen.
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