Ableitende Inkontinenzversorgung (ISK)

Neue Infokarte: BVMed informiert über die Erstattung von ableitenden Inkontinenzhilfen

Hilfsmittel-Wissen kompakt: Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, informiert mit einer neuen Infokarte über die "Versorgungs- und Erstattungsfähigkeit von ableitenden Inkontinenzhilfen". Die Karte klärt in Kurzform über die rechtlichen Grundlagen auf, gibt Ärzten Tipps zur Verordnung und informiert über die Richtwerte zum monatlichen Verbrauch der verschiedenen Produkte. Die Karte kann unter www.bvmed.de/infokarten kostenlos heruntergeladen oder in gedruckter Form im BVMed-Shop bestellt werden.

Hilfsmittel zur ableitenden Inkontinenzversorgung sind bei allen versorgungsberechtigten Leistungserbringern wie Homecare-Unternehmen, Apotheken oder Sanitätshäusern erhältlich. Zur ableitenden Inkontinenzversorgung zählen unter anderem Urinableiter, Urinbeutel, Stuhlauffangbeutel, Einmalkatheter zur intermittierenden Selbstkatheterisierung (ISK) oder Ballonkatheter. Die benötigten Hilfsmittel bei Inkontinenz sind zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnungs- und erstattungsfähig. Der Anspruch gilt auch im stationären Pflegebereich, klärt die BVMed-Infokarte auf. Der Anspruch des Versicherten besteht nicht nur auf das Produkt, sondern zudem auf die mit dem Produkt untrennbar verbundene Dienstleistung, beispielsweise Beratung und Einweisung.

Eine wichtige Information für den verordnenden Arzt: Hilfsmittel sind weder budget- noch richtgrößenrelevant. Hilfsmittel werden auf einem separaten Rezept (Muster 16) verordnet. Bei medizinischer Notwendigkeit ist die Verordnung eines spezifischen Hilfsmittels möglich. Wichtig ist, dass auf dem Rezept ein Hinweis zum Verordnungsgrund angegeben werden muss. Dazu gehören beispielsweise Harnverhalt bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen oder Harninkontinenz nach transurethraler Resektion.

Weitere Informationen zur ISK-Versorgung gibt die Broschüre "Intermittierende Katheterisierung: Versorgungs- und Erstattungssituation in Deutschland", die unter www.bvmed.de/isk-broschuere heruntergeladen werden kann.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Kampagne gegen Ausschreibungen in sensiblen Bereichen

    Krankenkassen schreiben weiterhin die Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln für ableitende Inkontinenz- und Stomapatienten aus. Das ist nach Ansicht der Initiative "Faktor Lebensqualität" jedoch nicht rechtmäßig. Außerdem gefährden solche Ausschreibungen die Versorgungsqualität – und damit Gesundheit und Wohlergehen der Betroffenen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, startete die Initiative am 26. März 2018 die bundesweite Anzeigen- und Medienkampagne "Nein zu Ausschreibungen". Darin kommt die Patientin und Stomaträgerin Sabrina Berning zu Wort. Weiterlesen

  • Hörgeräteversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung

    BVMed-Infokarte, Stand: März 2018 Weiterlesen

  • Anzeigenkampagne »Nein zu Ausschreibungen!« startet


    »Liebe Krankenkasse, nicht am falschen Ende sparen«




    Immer mehr Krankenkassen schreiben die Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln für Inkontinenz- und Stomapatienten aus. Das ist nach Ansicht der Initiative »Faktor Lebensqualität« in den bisherigen Fällen nicht rechtmäßig.... Weiterlesen


©1999 - 2018 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik