Infokarten

Neue BVMed-Infokarte zur Erstattung von Pflegehilfsmitteln

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat eine neue Informationskarte zur Erstattung von Pflegehilfsmitteln veröffentlicht. Die Infokarte klärt auf, welche Pflegehilfsmittel es gibt, wann ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel besteht, wer für die Erstattung der Kosten aufkommt und wann Zuzahlungen zu leisten sind. Die Infokarte kann unter www.bvmed.de/pflegehilfsmittel heruntergeladen werden.

Der GKV-Spitzenverband schreibt bis Ende des Jahres im Zuge der derzeitigen Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnisses auch die für die Pflegehilfsmittel relevanten Produktgruppen fort. Dabei handelt es sich um Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege, zur Körperpflege / Hygiene, zur selbstständigeren Lebensführung / Mobilität, zur Linderung von Beschwerden sowie zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.

Pflegebedürftige im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) haben einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel, wenn sie zur Erleichterung der Pflege dienen, zur Linderung der Beschwerden der Pflegebedürftigen beitragen oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Der Antrag für die Kostenübernahme eines Pflegehilfsmittels kann ohne ärztliche Verordnung bei der Pflegekasse gestellt werden. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, beispielsweise saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, werden von den Pflegekassen monatlich bis zu einem Betrag von 40 Euro bezahlt. Sie sind zuzahlungsfrei. Technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten werden in voller Höhe erstattet. Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent des Preises des technischen Hilfsmittels, höchstens jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel. Auf Antrag bei der Pflegekasse ist eine vollständige oder teilweise Befreiung von der Zuzahlung möglich.

Weitere Informationen unter www.bvmed.de/pflegehilfsmittel.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Zweiter Hilfsmittel-Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes | BVMed für differenzierte Analyse der Mehrkosten und Diskurs über Qualitätsansprüche

    Der BVMed hält einen differenzierten Blick auf den in dieser Woche vom GKV-Spitzenverband vorgelegten Mehrkosten-Bericht bei Hilfsmitteln für notwendig. „Grundsätzlich ist es positiv, dass 80 Prozent der Hilfsmittel-Versorgungen ohne Mehrkostenzahlungen der Versicherten erfolgen. Das zeigt: Wir haben insgesamt eine gute Hilfsmittel-Versorgung in Deutschland, die es zu erhalten gilt“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Insgesamt müsse der Bericht aber zwischen den Krankenkassen und innerhalb der Produktgruppen stärker differenzieren, um die Aussagekraft zu erhöhen. Außerdem fordert der BVMed einen Diskurs über die Qualitätsansprüche an die Hilfsmittel-Versorgungen. Weiterlesen

  • Neue BVMed-Infokarte zur Verordnung von Hilfsmitteln mit Sicherheitsmechanismus

    Der BVMed hat eine neue Infokarte zur „Verordnung von Hilfsmitteln mit Sicherheitsmechanismus“ aufgelegt. Sicherheitsprodukte wie Injektions-, Port- oder Pen-Kanülen mit Sicherheitsmechanismus werden nach der erfolgten Anpassung des Hilfsmittel-Verzeichnisses (HMV) nun von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet, wenn Angehörige oder Fachpersonal beispielsweise in Pflegeheimen die Versorgung für den Patienten übernehmen. Die Hilfsmittel können zu Lasten der GKV verordnet werden und sind nicht budget- bzw. richtgrößenrelevant. Die BVMed-Infokarte informiert über den gesetzlichen Anspruch, die Verordnung von Sicherheitsprodukten sowie die entsprechenden HMV-Kategorien. Weiterlesen

  • Hilfsmittel

    BVMed-Infokarte zur Verordnung von Hilfsmitteln mit
    Sicherheitsmechanismus | Stand: Juni 2020 Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik