Homecare

"Faktor Lebensqualität" des BVMed: Homecare-Versorgung sichert Lebensqualität | Kampagne #WeildasLebensichbewegt

Wie ist der Alltag mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma) zu meistern? Was ist möglich, wenn die Blase regelmäßig mit Hilfe eines Katheters geleert werden muss? Dank einer qualitativ hochwertigen Versorgung können Betroffene ein hohes Maß an Lebensqualität erreichen. Wie, das zeigt die Initiative „Faktor Lebensqualität“ in Filmbeispielen und weiteren Hintergrundinfos.

„Ich bin Stoma-Patientin, aber am Leben und glücklich“, sagt Nicole Engel. Ihr wurde wegen einer schweren chronischen Erkrankung ein künstlicher Darmausgang gelegt. „Ich find’s nicht schlimm zu kathetern“, erklärt Dominik Langer, der mit einem offenen Rücken auf die Welt kam. Wie die beiden mit ihren Erkrankungen umgehen und wie ihnen dabei eine moderne, qualitativ hochwertige Homecare-Versorgung hilft, zeigen zwei Filme der Initiative „Faktor Lebensqualität“. Sie können die Filme auf der Website der Initiative abrufen: www.faktor-lebensqualitaet.de.

Schwimmen, Trampolinspringen, Wandern: Mit ihrem Stoma fand Nicole Engel in einen normalen Alltag zurück. Dominik Langer ist ein erfolgreicher Rollstuhl-Basketballer. Dass er seine Blase regelmäßig mit einem Katheter entleeren muss, hält ihn nicht auf. Unterstützung erhalten sie von professionellen Homecare-Versorgern, die viel mehr sind als Materiallieferanten. Stoma- und Inkontinenz-Expert:innen zeigen auch, wie die Produkte angewendet werden, sie sind erste Ansprechpartner:innen bei möglichen Problemen und beraten zu Ernährungs- oder Alltagsfragen. Auch das schildern die Filme der Initiative „Faktor Lebensqualität“.

Homecare-Versorgung ist Begleitung im Alltag

Die Versorgung von Patient:innen mit einem Stoma oder einer Blasenentleerungsstörung ist in Deutschland gut. Neben modernen und innovativen Produkten trägt dazu ein Netz aus professionellen Homecare-Versorgern bei. „Diese Expertinnen und Experten stehen Betroffenen in den meisten Fällen sofort nach einer Operation mit Hilfe und Rat zur Seite. Sie begleiten die Menschen aus einer schwierigen Situation in einen neuen Alltag und helfen ihnen, diesen mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu meistern“, sagt Juliane Pohl von der Initiative „Faktor Lebensqualität“. In Deutschland sind etwa 250.000 Menschen wegen schwerwiegender Funktionsstörungen des Darms oder der Blase auf die dauerhafte Versorgung mit Stoma- und ableitenden Inkontinenzartikeln (Kathetern) angewiesen.

Sparen bei der Homecare-Versorgung gefährdet Lebensqualität

Die Versorger sind ein unverzichtbarer und essentiell notwendiger Bestandteil der gesamten medizinischen Behandlung. „Die Betroffenen haben Anspruch auf eine individuelle und bedürfnisgerechte Versorgung. Es ist daher wichtig, die Homecare-Versorgung weiter zu stärken. Dafür ist eine angemessene Übernahme der tatsächlichen Kosten unumgänglich“, sagt Pohl. „Sparmaßnahmen in diesem Bereich schlagen sofort auf die Versorgungs- und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten durch und würden langfristig gravierende gesundheitliche Schäden verursachen. Das muss die neue Bundesregierung unbedingt im Blick haben“, so Pohl.

Hashtag: #WeildasLebensichbewegt

Links:
Faktor Lebensqualität bei Facebook
Faktor Lebensqualität bei Twitter
Faktor Lebensqualität bei Instagram
Die Filme auf YouTube

Initiative »Faktor Lebensqualität« zur Verbesserung der ableitenden Inkontinenz- und Stoma-Versorgung

In Deutschland sind etwa 250.000 Menschen wegen schwerwiegender Funktionsstörungen des Darms oder der Blase auf die dauerhafte Versorgung mit Stoma- und ableitenden Inkontinenzartikeln (Kathetern) angewiesen. Ihr Leben wird dadurch nachhaltig beeinflusst, sind sie doch in allen Lebenslagen mit ihrer Einschränkung konfrontiert. Auf die Anliegen dieser Patienten macht jetzt die Initiative Faktor Lebensqualität aufmerksam. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, für deren spezifische Interessen einzutreten und einen Beitrag für die Verbesserung ihrer Hilfsmittel-Versorgung zu leisten. Die Initiative wird unter dem Dach des BVMed von führenden deutschen Herstellern und Leistungserbringern betrieben. Sie wurde 2013 gegründet und vereint die Hilfsmittel-Unternehmen für die Stoma- und Blasenkatheter-Versorgung.



Der BVMed vertritt als Wirtschaftsverband rund 230 Hersteller und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 235.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 34 Milliarden Euro, die Exportquote bei 66 Prozent. Dabei sind 93 Prozent der MedTech-Unternehmen KMUs. Der BVMed ist die Stimme der deutschen MedTech-Industrie und vor allem des MedTech-Mittelstandes.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Rehacare 2022 | BVMed-Hilfsmittelforum: Rehatechnische Versorgung muss Teilhabe ermöglichen

    „Die individuelle, bedarfsgerechte rehatechnische Versorgung ist Voraussetzung für die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung, sie unterstützt Mobilität und Selbstbestimmung der Patient:innen“, beschreibt Juliane Pohl, BVMed-Expertin für ambulante Versorgung. Das diesjährige Hilfsmittelforum des BVMed auf der Rehacare drehte sich um die notwendigen Schritte für eine adäquate Versorgung behinderter Menschen. Die Erfahrung zeigt, dass zentrale Komponente einer passenden Versorgung der interdisziplinäre Austausch aller beteiligten Akteur:innen ist. Dazu gehören neben den Betroffenen und Angehörigen unter anderem Ärzt:innen, Pflegende, Physiotherapeut:innen, Hilfsmittelleistungserbringer und Krankenkassen. Nur so kann der individuelle Bedarf an Hilfsmitteln für behinderte Kinder und Erwachsene zielgerichtet und zeitgerecht abgedeckt werden. Zu dem Schluss kommen die Expert:innen des BVMed-Hilfsmittelforums. Mehr

  • BVMed-Forum „Eine Stunde Wunde“ | „Stärkung einer interdisziplinären Gesundheitsversorgung ist unerlässlich“

    Damit Pflege künftig mehr Verantwortung übernehmen und interdisziplinär in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und anderen Leistungserbringern arbeiten kann, braucht es neben der strukturierten Qualifizierung einen rechtlichen Rahmen, um die Rollen in der Gesundheitsversorgung zu definieren. Das erklärt Annemarie Fajardo, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats, in ihrem Impulsvortrag beim BVMed-Gesprächsforum am 6. September 2022. Dabei sei insbesondere bei komplexen Fällen in der Wundversorgung eine interdisziplinäre Zusammenarbeit besonders effektiv. Prof. Dr. med. Martin Storck, Direktor der Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie des Städtischen Klinikums Karlsruhe, bestätigt aus eigener Erfahrung: „Das ist das beste Vorgehen. Und das zu etablieren, sehe ich als wichtige Aufgabe an“. „In der Wundversorgung haben wir dafür eine gute Startposition“, so Sonja Laag von der Barmer. „Denn in der pflegerischen Wundversorgung gibt es bereits Wundexpert:innen, die für die Modellvorhaben zur Heilkundeübertragung eingesetzt werden könnten.“ BVMed-Expertin und Moderatorin Juliane Pohl: „Wir sehen die Notwendigkeit einer interdisziplinären Versorgung und sind auch auf dem richtigen Weg, dazu ist jedoch ein Zusammenwirken der verschiedenen Professionen zwingend erforderlich. Das sollte möglichst bald umgesetzt werden." Mehr

  • Homecare-Management-Kongress der BVMed-Akademie am 24. November 2022 zur Stärkung ambulanter Versorgung

    Der 9. Homecare-Management-Kongress der BVMed-Akademie widmet sich am 24. November 2022 in Berlin innovativen, integrativen und interdisziplinären Versorgungskonzepten, um die ambulante Versorgung zu stärken. Dabei geht es auch um die Rolle nicht-ärztlicher Leistungserbringer in Versorgungsstrukturen der Zukunft sowie eine individuelle Hilfsmittelversorgung als Grundlage zum Ausgleich einer Behinderung und die Hilfsmittelversorgung in der digitalen Infrastruktur. Am Vorabend wird es eine politische Podiumsdiskussion zu den Perspektiven der ambulanten Versorgung geben. Mehr


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik