E-Commerce

eCommerce-Konferenz von MedInform: "Die elektronische Rechnung wird ein Treiber der Digitalisierung sein"

Gute, valide Stammdaten sind die Voraussetzung für die Digitalisierung der elektronischen Geschäftsprozesse. Die MedTech-Unternehmen müssen deshalb ein starkes Augenmerk auf ihr Stammdaten-Management legen. Das machten die Experten der 21. eCommerce-Konferenz von MedInform "Der digitale Gesundheitsmarkt" am 27. Februar 2019 in Düsseldorf deutlich. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des BVMed. "Valide Stammdaten sind die Grundvoraussetzung für die Anwendung vereinbarter eStandards und damit für die Digitalisierung der Supply Chain", sagte Prof. Dr. Hubert Otten von der Hochschule Niederrhein. Wichtig ist, dass die Stammdaten durch eine "semantische Interoperabilität" dann auch für automatisierte Analysen genutzt werden können. Otten: "Dann kann mit intelligenten Datenalgorithmen Leben gerettet werden." Die Experten waren sich einig: Die gesetzlichen Vorgaben für die Einführung der elektronischen Rechnung (eInvoice) werden ein Treiber der Entwicklung sein. "Durch Projekte wie eInvoice können die Qualität der Prozesse verbessert und damit Prozesskosten eingespart werden", sagten Thomas Klein von der Uniklinik Düsseldorf und Rüdiger Forster von Johnson & Johnson Medical.

B. Braun-Vorstand und BVMed-Vorsitzender Dr. Meinrad Lugan verdeutlichte, dass die Digitalisierung auch die Geschäftsmodelle der MedTech-Unternehmen beeinflussen werde. "Mit den Daten werden die Geschäftsmodelle der Zukunft entwickelt." Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt warb dafür, die digitale Entwicklung weder zu unter-, noch zu überschätzen, sondern "besser wertzuschätzen". Die MedTech-Branche müsse den digitalen Wandel durch intelligente Rahmenbedingungen, internationale Standards und saubere Stammdaten mitgestalten. BVMed-Expertin Elke Vogt verwies auf die Bedeutung des Forums "eStandards" aus Vertretern von Krankenhaus-Einkaufsgemeinschaften und BVMed-Unternehmen, das Empfehlungen für die elektronische Kommunikation im Geschäftsdatenaustausch erarbeitet hat.


Dr. Meinrad Lugan, Vorstand bei B. Braun Melsungen und Vorstandsvorsitzender des BVMed, formulierte "100 Prozent digital" als die Vision der MedTech-Branche, um alle Daten über Produkte und Prozesse der Patientenversorgung in einem lesbaren Format vorliegen zu haben. Beim Thema eCommerce müsse man das große Bild sehen: "Die gesamten Partnerschaften, die Kundenbeziehungen und die gesamte Wertschöpfungskette müssen künftig digitalisiert werden", so Lugan. Das umfasse alle Ebenen: von der Datenverarbeitung über die Kommunikation mit den Partnern bis hin zum Einsatz der Produkte beim Patienten. "Wir sind mittendrin in diesem digitalen Wandel." Die Trends der Digitalisierung wie mobile Anwendungen, die Steuerung des Körpers über digitale Methoden, Simulationstrainings durch virtuelle Realität, Robotik oder AAL-Technologien für eine älter werdende Gesellschaft beeinflussen auch die Geschäftsmodelle der MedTech-Unternehmen. Lugan: "Die große Frage wird sein: Wem gehören die Daten und wer darf sie nutzen? Mit den Daten werden die Geschäftsmodelle entwickelt. Hier müssen wir als MedTech-Unternehmen dabei sein." In Zukunft werde es auch rein digitale Geschäftsmodelle geben, beispielsweise zur Organisation von Patientenströmen und der Nachsorge der Patienten. Ein Beispiel ist eine Software für das Entlass- und Überleitmanagement der Patienten vom Krankenhaus in den ambulanten Bereich – also eine Art "Uber" für die Patientenversorgung. Ein solcher Dienst wäre dann "Herr der Daten" über die Abbildung und Steuerung der Prozesse. Die Versorgungsprozesse werden damit insgesamt dezentraler. "Das bedeutet für die Hersteller, dass die Identifikation der angewendeten Produkte an den verschiedensten Stellen durch digitale Lösungen eingebunden werden müsse." eCommerce beginne für die MedTech-Unternehmen in der Produktion, in der Fabrik: durch das digitale Zurverfügungstellen aller erforderlichen Daten. Eine gute Datenqualität beginne mit der "digitalen Fabrik" und eindeutigen Nummern auf der Artikelebene. Lugans Anspruch: "Alle Daten müssen in einem lesbaren Format vorliegen. Das wird auch erforderlich sein, um die gestiegenen Anforderungen aus der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung erfüllen zu können."

Den Stand der elektronischen Rechnung in Deutschland beleuchtete Matthias Hauschild vom Deutschen Landkreistag. In dem breit aufgestellten "Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD)" wurde ein hybrides Format (ZUGFeRD) entwickelt, das eine Bilddatei (PDF/A-3) und einen semantischen Datensatz (XML) umfasst. Soll eine automatisierte elektronische Verarbeitung erfolgen, muss der XML-Datensatz aus dem PDF/A-3 "herausgelöst" werden. Hauschild: "Nicht dem PDF sondern dem strukturierten Datensatz gehört die Zukunft." Demnächst werde dafür das weiterentwickelte Format "ZUGFeRD 2.0 - Facture-X" veröffentlicht. Damit werden die Anforderungen der Europäischen Kommission an öffentliche Aufträge umgesetzt, dass elektronische Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen werden müssen, was eine automatische und elektronische Verarbeitung ermöglicht. Die vorhandene EU-Norm muss nun in nationales Recht umgesetzt werden. Bis 18. April 2020 müssen "subzentrale öffentliche Auftraggeber" wie kommunale Krankenhäuser in der Lage sein, elektronische Rechnungen in Form eines XML-Datensatzes anzunehmen und zu verarbeiten.

Ein Praxisprojekt zur Umsetzung der elektronischen Rechnung im Format "ZUGFeRD 2.0" zwischen Lieferant und Krankenhaus präsentierten Rüdiger Forster von Johnson & Johnson Medical und Thomas Klein vom Universitätsklinikum Düsseldorf. Bei Johnson & Johnson fordern heute bereits 400 Kliniken die Rechnungen in einem elektronischen Format ein. Der Prozess für die elektronische Rechnungstellung über den Provider GHX, den Johnson & Johnson nutzt, muss dabei rechtskonform sein und validiert werden. Dabei soll ZUGFeRD 2.0 zum Einsatz kommen, das den Anforderungen der europäischen Norm für elektronische Rechnungen EN 16931 entspricht. Die offizielle Veröffentlichung des Formats wird in Kürze erwartet. "Wir müssen Wege finden, um effizienter zu werden und Kosten zu senken. Das geht vor allem durch die Digitalisierung der Prozesse mit internationalen GS1-Standards und interoperablen Systemen", so Klein. Es sei wichtig, gemeinsam mit den Partnern aus der Industrie die eStandards einzusetzen, "um mit guten, validen Stammdaten das Fundament für digitale Prozesse in der Gesundheitsversorgung zu schaffen." Dem Uniklinikum Düsseldorf war dabei wichtig, dass das Projekt direkt in das SAP-System integriert wird. Klein: "Die Voraussetzung dafür sind saubere, gute Stammdaten." Für Forster haben die gemeinsamen Projekte mit der Klinikseite den Wert, Kostenvorteile und Effizienzgewinne zu erkennen und zu nutzen. Wichtig sei es, die Prozessanalyse und das Prozessverständnis mit allen Partnern zu erarbeiten. Forsters Fazit: "Wenn die Qualität des Prozesses steigt, werden wir schneller und sparen Prozesskosten, die wir dann in neue Technologien investieren können."

Prof. Dr. Hubert Otten, Leiter des Competence Center eHealth der Hochschule Niederrhein, erwartet durch die Vorgaben zur elektronischen Rechnung einen "Schub für die digitale Supply Chain". Denn: "Wenn es ums Geld geht, dann bewegen sich die Leute." Die Komplexität der Daten in der Medizin hat dabei in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Krankheitsbilder, Behandlungsprozesse, Produkte und Lieferanten sind immer vielfältiger. Der Datenaustausch mit Dritten und über die Sektorengrenzen hinaus nimmt weiter zu. Die Anzahl von Datenfeldern, Merkmalen und Attributen steigt stetig. "In der Medizin 4.0 ist jeder mit jedem zunehmend vernetzt." Welche Herausforderungen für eProcurement im Gesundheitswesen vorhanden sind, untersuchte das Förderprojekt "Standards zur Unterstützung von eCommerce im Gesundheitswesen" (eCG), das von Ottens Lehrstuhl mitbetreut wurde. Das Projekt zeigte die Vielfältigkeit und Orientierungslosigkeit beim Thema eStandards, eine unzureichende Harmonisierung, eine fehlende Unterstützung des Gesamtworkflows sowie – als wesentlichen Punkt – eine mangelhafte Stammdatenqualität. Die Fehlerquote bei den Stammdaten ist mit 1 bis 3 Prozent nicht sehr hoch, aber die wenigen Fehler führen zu einem hohen Aufwand. Aus dem eCG-Projekt ist ein "Institut für Datenvalidierung und Datenmanagement im Gesundheitswesen (IDDG)" entstanden, das eine Stammdatenvalidierung mit mittlerweile 500 Prüfroutinen durchführt. Denn: "Valide Stammdaten sind die Grundvoraussetzung für die Anwendung vereinbarter GS1-Standards und damit für die Digitalisierung der Supply Chain", so Otten. Wichtig ist dann, dass die Stammdaten durch eine "semantische Interoperabilität" für die verschiedenen Systeme und für automatisierte Analysen genutzt werden können. Otten: "Dann kann mit intelligenten Datenalgorithmen Leben gerettet werden."

Dr. Hajo Reißmann, Leiter der Stabsstelle Medizinischer Sachbedarf des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, und Christoph Reinboth, Geschäftsführer des SAP-Dienstleisters Con-Sense, beleuchteten den Beitrag der Software-Dienstleister zur Interoperabilität der Systeme. Die IT-Landschaft in einem Krankenhaus ist sehr vielfältig. "Die Interoperabilität ist dabei nicht selbstverständlich", so Reißmann. Da die einzelnen Software-Hersteller nur bedingt zu Anpassungen bereit sind, IT-Systeme aber miteinander kommunizieren müssen, benötigen die Kliniken Vermittler. Reinboth nannte das Beispiel der Stammdaten-Kommunikation als Basis für alle weiterführenden Prozesse. So muss beispielsweise für scannerbasierte Prozesse die Verknüpfung von Objekten mit Informationen sichergestellt werden. Die größte Herausforderung ist dabei der Datentransfer zwischen dem ERP- und dem KIS/KAS-System. Weitere Projekte beschäftigen sich mit den Transaktionsdaten oder der Verflechtung der klinischen und administrativen Aspekte. Reißmanns Ausblick: "Die Datenlandschaft wird komplexer werden. Standards helfen, die Komplexität einzuhegen. Sie sollten von der gesamten Branche unterstützt werden."

Marcus Ehrenburg, Geschäftsführer von im4h, zeigte, wie mit "EDI 4.0" der eOrder-Cycle auf der Basis belastbarer Stammdaten realisiert werden kann. Ziel müsse es sein, die digitale Supply Chain ohne manuelle Eingriffe und Zeitverluste bei reduzierten Kosten zu unterstützen. Einen entsprechenden eOrder-Lösungsansatz bietet im4h mit "supedio". Die Lösung wurde gemeinsam mit den Partnern IDDG, dem EDI-Dienstleister Seeburger, dem Klinik-Dienstleister blueAlpha und dem Archiv docuvita erarbeitet. Das Ziel der supedio-Lösung ist ein kostengünstiger Einstieg in die EDI-Welt mit beidseitig synchronen Produktdaten. Mit der Lösung sollen künftig die Produktdaten und die eOrder-Dokumente in die führenden ERP-, KIS- und MAWI-Systeme integriert werden können. Mitte des Jahres 2019 wird die "Proof of Concept"-Phase abgeschlossen sein. Der kommerzielle Start von supedio ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Frank Reichenbach, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Materialwirtschaft am Universitätsklinikum Freiburg, stellte zwei Praxisbeispiele vor. Zum einen wurden durch das Projekt "OP-nahe Versorgung" neue Ansätze für die Fallwagenlogistik realisiert. Im zweiten Beispiel ging es um zusätzliche Herausforderungen im Einkauf für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Materialwirtschaft ist dabei Partner der Ärzte und des Pflegepersonals. Sie bringt Expertenwissen in den Bereichen Einkauf und Logistik beratend und unterstützend ein. Das stellt besondere Herausforderungen an das Management und die Organisation dar. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit muss in einem hochkomplexen Umfeld ausgebaut und weiterentwickelt werden. Dazu gehört der Aufbau eines gemeinsamen Gesamtverständnisses für die Prozessbeteiligten – beispielsweise durch regelmäßige und strukturierte "operative Ergebnis-Steuerungsgespräche" unter Moderation des Controllings, so Reichenbach.

Auf die Verwendung von Barcodes im Krankenhausalltag ging Martin Reitstätter ein. Er ist Product Architect Cardiology bei Agfa HealthCare in Wien. Um den Mehrwert aus der eindeutigen Identifizierung durch die Verwendung von Barcodes aufzuzeigen, präsentierte er verschiedene Praxisbeispiele von Barcode-Anwendungen im Krankenhaus-Informationssystem in einer Live-Demo im ORBIS-System. Dabei ging es beispielsweise um eine Herzkatheter-Dokumentation oder um die "Closed Loop Medication" zur Erhöhung der Patientensicherheit. Gescannt wird dabei ein Vital-Barcode, um den Patienten zu identifizieren, sowie die Barcodes der Produkte und Medikamente. Damit kann sichergestellt werden, dass der Patient der Verordnung gemäß versorgt wird. Weitere Szenarien sind denkbar, so Reitstätter, wie das Anfordern von Untersuchungen oder die Unterstützung bei unvollständigen Stammdaten, beispielsweise durch Identifikation des Barcodes für die Produktidentifikation GTIN und die Recherche in einer Datenbank wie künftig Eudamed.

Hendrik Hasler und Felix Landmesser stellten das Start-up HealthX Future vor, das von ihnen im November 2018 gegründet wurde und zunächst im Bereich "Digitale Pflege" beginnt. HealthX Future will dabei für die häusliche und ambulante Pflege ein "digitales Ökosystem" schaffen und eine allumfassende Lösung zum Verwalten der Daten bieten. Die Anwendung zielt darauf ab, transferierte Daten bequem und sicher in der elektronischen Gesundheitsakte ablegen zu können. Dabei werden für ältere Pflegebedürftige "Smart Speaker" genutzt. Für Leistungserbringer bietet das Start-up verschiedene digitale Lösungen an. "Wir entwickeln einen KI-gestützten Pflegeassistenten, der Pflegekräften und Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen hilft und ihnen wertvolle Zeit in ihrer täglichen Arbeit verschafft", so die Gründer. Ihr Fazit: "Wir stellen sicher, dass pflegebedürftige Menschen unabhängig zuhause leben können und gleichzeitig Pflegende diese jederzeit digital unterstützen können."

Hinweis an die Medien: Druckfähige Bilder zur Konferenz können unter www.bvmed.de/bildergalerien heruntergeladen werden.
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