Unterdruck-Wundtherapie

BVMed veröffentlicht Erklärfilm zur Vakuumversiegelungs-Therapie in der ambulanten Versorgung

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat einen Erklärfilm zur Vakuumversiegelungs-Therapie veröffentlicht. Die Therapie, auch bekannt als Unterdruck-Wundtherapie oder Negative Pressure Wound Therapy (NPWT), ist eine moderne Methode zur Behandlung von akuten oder chronischen Wunden. Bisher wurde sie überwiegend in Krankenhäusern angewendet. Seit dem 1. Oktober 2020 ist sie auch zur ambulanten Wundbehandlung als Kassenleistung zugelassen. Damit können mehr gesetzlich Versicherte auch zu Hause von der Therapie profitieren. Der Film kann unter www.bvmed.de/film-npwt abgerufen werden.

Für welche Patientinnen und Patienten eignet sich die Vakuumversiegelungstherapie? Wie funktioniert sie? Welche Vorteile hat die Behandlung? Diese Fragen beantwortet das Animationsvideo des BVMed. Der kurze Clip erklärt auf einfache und verständliche Weise, was die Vakuumversiegelungstherapie leisten kann – für betroffene Patientinnen und Patienten, aber auch für Krankenhäuser in der angespannten Corona-Situation.

Zum Hintergrund: Bei der Vakuum-Versiegelungstherapie werden durch einen auf der Wunde erzeugten Unterdruck die Durchblutung sowie die Gewebeneubildung gefördert und damit die Heilung beschleunigt. Der Verband bleibt mehrere Tage auf der Wunde, eine Pumpe saugt kontinuierlich Wundsekrete ab. Durch seltenere Verbandwechsel, Unterbindung von Geruchsentwicklungen und mehr Bewegungsfreiheit sorgt die Therapie zusätzlich für mehr Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Zur ambulanten Anwendung sind bestimmte Fachärztinnen und Fachärzte berechtigt. Sie prüfen, ob die Methode auf eine Wunde anwendbar ist und die Patientinnen und Patienten mit der technischen Apparatur umgehen können.

Der BVMed vertritt als Wirtschaftsverband über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnik-Branche. Im BVMed sind u. a. die 20 weltweit größten Medizinproduktehersteller im Verbrauchsgüterbereich organisiert. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 235.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 33 Milliarden Euro. Die Exportquote beträgt rund 65 Prozent.
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