Digitalisierung

DiGA-Days: BVMed-Akademie beleuchtet Anforderungen an digitale Gesundheitsanwendungen

Die BVMed-Akademie informiert in einer Webinar-Reihe vom 9. bis 11. März 2022 über digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) vom wissenschaftlichen Evaluationskonzept über die verabschiedete Rahmenvereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband bis hin zu den Themen IT-Sicherheit, Interoperabilität und elektronische Patientenakte (ePA). Auf den sogenannten „DiGA-Days“ der BVMed-Akademie wird zudem einen Ausblick auf digitale Pflegeanwendungen (DiPAs) gegeben. Moderiert wird die Webinar-Reihe von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov. Programm und Anmeldung unter www.bvmed.de/events.

DiGA sind mittlerweile in der Versorgung angekommen. Seit dem Start im Oktober 2020 haben gesetzlich Versicherte knapp 40.000 Mal digitale Gesundheitsanwendungen in Anspruch genommen. Aktuell werden 28 DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet. Sie bilden dabei vielfältige Indikationsbereiche ab: von Tinnitus über Adipositas bis hin zu psychischen Erkrankungen. Für Hersteller erweist sich jedoch der Weg hin zu einer Listung als Herausforderung, die die Webinar-Reihe der BVMed-Akademie näher beleuchtet. Denn: Für eine Aufnahme in die BfArM-Liste müssen die Hersteller hohe Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit, IT-Sicherheit und Interoperabilität erfüllen sowie einen Nachweis über positive Versorgungseffekte erbringen. Ähnliche Vorgaben werden auch digitale Pflegeanwendungen (DiPA) erfüllen müssen. Diese sollen in Kürze den ambulanten Pflegesektor zusätzlich unterstützen.

Die Expert:innen der DiGA-Days sind Jonas Albert von fbeta, Daniel Janshoff von AuraSec, Dr. Lutz Kleinholz von Medipolis, Pia Maier vom Bundesverband Internetmedizin (BiM) sowie Alexander Rosenberger von mio42.

Die DiGA-Days richten sich insbesondere an Anbieter digitaler Medizinprodukte und Gesundheitslösungen sowie an alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, die regelmäßig mit Fragestellungen aus diesem Bereich konfrontiert werden. Die Webinare können einzeln oder im Paket gebucht werden.

Download BVMed-Akademie-Logo
Download Bild Natalie Gladkov
  • Weitere Artikel zum Thema
  • MedTech Innovation Hall | AIA und MDR harmonisieren | MDR KI-tauglich gestalten

    KI spielt bei Medizinprodukten eine immer größere Rolle. Die europäischen Regulierungen für KI (AIA) und Medizinprodukte (MDR) müssen dabei besser miteinander harmonisiert sowie die MDR „KI-tauglich“ gestaltet werden, so die Expert:innen der „MedTech Innovation Hall“. Laut Rechtsanwalt Dr. Markus Fuderer biete die MDR „Ansätze für eine Weiterentwicklung, die mit dem AIA harmonisiert werden müssen“. Dem stimmte Rechtsexpertin Dr. Angela Knierim zu und verwies auf die Herausforderungen der MDR-Zertifizierung: Sie gelte meistens für einen bestimmten technischen Zustand des Medizinprodukts. „Die KI lernt immer wieder dazu. Muss das Produkt somit immer wieder neu zertifiziert werden?“, fragte sie und schlug eine Anpassung der MDR und des AIA-Entwurfs vor. Die Vorteile von KI, auch in Kombination mit einem guten Datenmanagement, zeigten die Expert:innen mit Praxisbeispielen auf: Zeiteinsparung und Entlastung für Ärzt:innen, bessere und einfachere Dokumentation, häufigere Erkennung von Risiken und Erkrankungen sowie eine bessere Versorgung der Patient:innen. Mehr

  • Positionspapier zum neuen § 374a SGB V | BVMed für Anpassung der Fristen zur Datenübertragung an DiGAs

    Der BVMed sieht beim neu eingeführten § 374a SGB V zur Integration von offenen und standardisierten Schnittstellen in Hilfsmitteln und Implantaten für eine Datenübertragung an DiGA noch „zahlreiche offene Fragen und unklare Prozesse“. Die im Gesetz vorgesehene Umsetzung bis zum 1. Juli 2024 bezeichnet der BVMed aus Herstellersicht als „nicht fristgerecht umsetzbar“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov. In einem detaillierten Positionspapier spricht sich der deutsche MedTech-Verband dafür aus, dass die gesetzlichen Vorgaben einer kritischen Überprüfung auf Lücken und Verzögerungen unterzogen werden und die gesetzlichen Fristen entsprechend angepasst werden. Mehr

  • Natalie Gladkov vom BVMed im Interview: „Mehr Daten für eine bessere Versorgung“

    EinBlick sprach mit Digitalexpertin Natalie Gladkov vom BVMed über den interdisziplinären Bereich Daten beim Bundesverband BVMed und über DIGA Mehr


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik