Ambulanter Bereich

Kompressionstherapie in der ambulanten Versorgung

MedTech ambulant Nr. 01/15

Chronische Wunden - Barmer sieht Unterversorgung bei Kompression


In Deutschland leiden Patienten unnötig lange an chronischen Wunden. So litten 2012 bundesweit rund 210.000 Menschen akut an chronischen Wunden am Unterschenkel. Jährlich kommen rund 50.000 neue Erkrankungen hinzu. Insgesamt leiden nach Schätzungen von Experten zwei Millionen Menschen in Deutschland an chronischen Wunden, zu denen u. a. Dekubitus oder diabetisch bedingte Geschwüre am Fuß gehören. (Quelle: BARMER GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2014)

BARMER GEK: Unterversorgung bei Kompression

Zu selten wird eine leitlinienkonforme Kompressionsbehandlung bei der Wundtherapie durchgeführt, ist die Aussage des Heil- und Hilfsmittelreports der BARMER GEK 2014 (Siehe: presse.barmer-gek.de / Presseinformationen / Pressearchiv 2014 / Pressemeldung vom 16.09.2014). Die Kasse beleuchtet hier u. a. die Therapie chronischer Wunden (z. B. Ulcus cruris, diabetisches Fußsyndrom).

Der Report bemängelt eine gravierende Unterversorgung bei Unterschenkelgeschwüren. Nur knapp 40 Prozent der Patienten bekommen demnach eine Kompressionstherapie, deren Unterlassung nach Meinung von Fachleuten einen Behandlungsfehler darstellt.

Bei Ulcus cruris venosum stellen die Kompressionsmaßnahmen den wichtigsten Pfeiler der kausalen Therapie dar, weil die Lösung der venösen Stauungsproblematik ursächlich für den Heilungsverlauf ist. Zur leitliniengerechten Wundtherapie mit Produkten der modernen Wundbehandlung zählt deshalb zwingend die begleitende Kompressionstherapie.

Quelle: BVMed-Newsletter "MedTech ambulant Nr. 01/15" vom 17. März 2015
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