Krankenhaus

Studie zu Kliniken: Ambulantisierungspotenzial von bis zu 6 Milliarden Euro

In den Kliniken in Deutschland könnte im Zuge der Ambulantisierung ein Erlösvolumen von bis zu 6 Milliarden Euro im stationären Bereich wegfallen. Dieses Volumen würde erreicht, wenn alle potenziell ambulanten Fälle nicht mehr im stationären Bereich erbracht würden, wie eine Analyse des Strategieberatungs-Unternehmens Mediqon zeigt, berichtet Bibliomed.

In der aktuellen Untersuchung wird erstmalig das Volumen an ambulant-sensitiven Krankheiten für den gesamten deutschen Krankenhausmarkt dargestellt. Bei 666 Krankenhäusern wurde dabei ein Anteil von 25 Prozent oder mehr an stationären Behandlungen mit diesen Krankheiten ermittelt. Darunter sind 54 Krankenhäuser, deren Anteil ambulant-sensitiver Krankenhausfälle bei mehr als der Hälfte liegt.

Unter ambulant-sensitiven Krankenhausfällen werden allgemein solche verstanden, die durch effektives Management chronischer Erkrankungen, effektive Akutbehandlungen im ambulanten Sektor oder Immunisierungen vermieden werden könnten. Die Zahlen zu den ambulant-sensitiven Krankenhausfällen sind in der Diskussion um die zukünftige Krankenhausversorgung von großer Bedeutung. Mediqon-Geschäftsführer Dr. Dirk Elmhorst geht davon aus, dass angesichts der Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie die Rufe nach einer stärkeren Ambulantisierung weiter zunehmen werden. Er prognostiziert, dass die Krankenkassen wegen stark sinkender Einnahmen noch stärker darauf drängen werden, dass künftig mehr Leistungen ambulant erbracht werden. Klinikmanager sollten deshalb bereits jetzt das ambulante Potenzial ihrer Klinik analysieren und sich auf die Veränderungen vorbereiten. Details auf bibliomedmanager.de (News).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed-Herbstumfrage 2020: MedTech-Umsätze brechen um 4,9 Prozent ein | KMUs besonders betroffen

    Die COVID-19-Pandemie hat auch auf die Medizintechnik-Branche dramatische Auswirkungen. Die Unternehmen, die im BVMed organisiert sind, erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 4,9 Prozent – nach einem Umsatzplus von 3,3 Prozent im Vorjahr. Der Absturz betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Hinzu kommen starke Rückgänge beim für die Branche so lebenswichtigen Export, erläuterte der BVMed bei der Vorstellung der Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage auf seiner digitalen Jahres-Pressekonferenz. Weiterlesen

  • Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft

    Die deutsche Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,6 Millionen Menschen und erwirtschaftet knapp 370 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 12,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Damit entsteht jeder achte Euro Bruttowertschöpfung in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft. Weiterlesen

  • Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2020

    Die COVID-19-Pandemie hat auch auf die Medizintechnik-Branche dramatische Auswirkungen, beispielsweise durch die Verschiebung von Operationen und den Rückgang von Arztbesuchen und Verordnungen. Die BVMed-Unternehmen erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 4,9 Prozent – nach einem Umsatzplus von 3,3 Prozent im Vorjahr. Der Absturz betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Der nach Umsatz gewichtete Wert liegt bei minus 2,1 Prozent. Hinzu kommen starke Rückgänge beim für die Branche so lebenswichtigen Export. 38 Prozent der Unternehmen nutzen das Instrument der Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden. So bleibt die Zahl der Arbeitsplätze insgesamt stabil. Insgesamt beschäftigt die Medizinprodukte-Branche in Deutschland mehr als 215.000 Menschen. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik