Patientengeschichten

Körperstolz-Heldin Angela Jaschke (82) ist mit neuer Herzklappe wieder aktiv

"Ich möchte Ängste bei anderen Patienten abbauen"

Angela Jaschke war 80, als bei ihr eine Aortenstenose diagnostiziert wurde. Ihre neue Herzklappe wurde minimalinvasiv per Katheter implantiert, wie bei jährlich 15.000 anderen Menschen in Deutschland. Dank dieser schonenden Technologie ist sie noch am Leben – aktiv und selbstbestimmt wie früher. Als Protagonistin der BVMed-Kampagne "Körperstolz" rät sie anderen Betroffenen, "sich ausreichend zu informieren, Gespräche mit den Ärzten zu führen und dabei auch die TAVI-Methode, die schonender ist, anzusprechen". Die Plakate mit Angela sind derzeit mitten in Berlin und am Flughafen Tegel zu sehen. Informationen, Motive und Patienteninterviews gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.

Angela Jaschke (82) wurde im Februar 2016 bei einer Routineuntersuchung eine hochgradige Aortenstenose diagnostiziert. Ihre Aortenklappe war so verkalkt, dass nur noch eine 3 Millimeter breite Öffnung übrig war. Die neue Herzklappe erhielt sie über die minimalinvasive Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI). Ärzte stellten ihr die minimalinvasive Methode sowie die klassische Aortenklappen-Implantation, bei der man den Brustkorb öffnet, vor. "Für mich war es schnell klar, dass ich mit der TAVI-Methode operiert werden wollte. Mein Körper war zwar sonst fit, aber es ist auch eine Frage des Alters: Wenn man 80 Jahre alt ist, sägt man ungerne den Brustkorb auf", erzählt Angela Jaschke im Interview.

Auch weil ihr Körper nach Jahrzehnten sportlicher Aktivität eine so gute Kondition hatte, konnte sie schon sechs Wochen nach der OP wieder Sport treiben und ihre Aquafitness-Gruppe trainieren. Ihre aktuelle Lebensqualität mit der neuen Herzklappe beschreibt sie als "hervorragend". "Ich finde, dass ich in einer wunderbaren Verfassung bin, und empfinde pralles Leben", sagt die 82-Jährige. "Natürlich weiß ich auch, worauf ich zu achten habe: Bei körperlichen Anstrengungen, beispielsweise nach Erkältungen, muss ich vorsichtiger sein. Diese Dinge muss man wissen und beherzigen, denn das Herz muss geschont werden. Aber von meiner Verfassung her kann ich tanzen, schwimmen, laufen – ich kann alles!"

An der "Körperstolz"-Kampagne nimmt Angela Jaschke teil, "weil ich Ängste bei anderen Patienten abbauen möchte. Und ich möchte dazu beitragen, dass über die TAVI-Methode publiziert wird. Denn so bekannt ist diese Methode noch nicht." Anderen Patienten rät sie, sich ausreichend zu informieren und Gespräche mit den Ärzten zu führen. Ihr Fazit im Interview: "Ich bin in tiefster Seele dankbar, dass ich in dieser Verfassung 82 Jahre alt geworden bin."

Das ausführliche Interview mit Angela gibt es unter www.bvmed.de/angela.

Die BVMed-Kampagne "Körperstolz" will das Verständnis für die Lebenssituation Betroffener stärken und die Bedeutung von Medizinprodukten für ein selbstbestimmtes und aktives Leben zeigen. Das Motto lautet: "Jeder Mensch ist einzigartig. Einigen helfen wir, wie alle anderen zu leben." Die Kampagne 2018 startet mit Motiven zu den Bereichen künstliches Hüftgelenk, minimalinvasiver Herzklappenersatz, Inkontinenz-Versorgung, Schultergelenkprothese, implantierter Defibrillator, Lymphödem nach Brustkrebs, Diabetes, Stoma, Tracheotomie / Laryngektomie, Dialyse und Künstliche Ernährung im Juni 2018 am Flughafen Tegel und auf Großflächen in Berlin. Die Motive werden auch am BVMed-Stand auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 im City Cube Berlin präsentiert.

Informationen, Motive und Patienteninterviews gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Patientengeschichte Gabriele Steinbach: Zwei künstliche Hüften für ein neues Leben

    Gerade 60 geworden spürt Gabriele Steinbach immer häufiger Schmerzen in der Hüfte. Sie leidet auf beiden Seiten an Arthrose – und das in ähnlicher Intensität, was nur bei wenigen Patienten vorkommt. Sie sucht einen Chirurgen, der ihr in einer einzigen OP zwei künstliche Gelenke einsetzt. Das ist ungewöhnlich, aber unter bestimmten Bedingungen machbar. Heute lebt sie mit ihren neuen Hüftgelenken glücklich und schmerzfrei. Weiterlesen

  • Patientengeschichte Sabine Allmannsberger: Die wiedererlangte Lebensqualität ist unbezahlbar

    Ein alter Reitunfall ist der Grund, warum Sabine Allmannsberger schon mit Ende 40 eine Arthrose im Hüftgelenk bekommt. Sie quält sich lange mit der Entscheidung, ein künstliches Gelenk einsetzen zu lassen. Heute ist sie darüber froh, denn mit der neuen Hüfte ist sie schmerzfrei und kann ihrem Beruf und vielen Hobbys wieder mit Freude nachgehen. Weiterlesen

  • Die Hochschule für Gesundheit (SRH) in Gera und die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) haben die "Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas" herausgegeben. Sie verdeutlicht Betroffenen, nach welchen wissenschaftlich begründeten Empfehlungen Ärzte im Bereich Adipositas handeln. Patienten können so informierter medizinische Entscheidungen treffen. Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik