Gemeinsamer Bundesausschuss

BVMed zur G-BA-Reformdiskussion: "Mehr Transparenz und Beteiligung"

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, spricht sich im Rahmen der Reformdiskussion über den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für mehr Transparenz bei den Entscheidungen der Selbstverwaltung und deren Gremien aus. "Dazu bedarf es insgesamt einer aktiveren Beteiligung der Patientenverbände, der Fachgesellschaften, der Pflege und der Hersteller in den Entscheidungsprozessen von Selbstverwaltung und Gremien", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Mit der Veröffentlichung von drei Rechtsgutachten zur verfassungsrechtlichen Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Bundesgesundheitsministerium die öffentliche Diskussion über eine Weiterentwicklung des G-BA vorangetrieben. Auf dem Hauptstadtkongress Anfang Juni 2018 in Berlin zeigte sich der G-BA-Vorsitzende Professor Josef Hecken offen für die Diskussion. Man müsse darüber diskutieren, ob die Zusammensetzung des G-BA noch zeitgemäß sei. Er könne sich vorstellen, die steigende Rolle der Pflege, aber auch die wachsende Bedeutung der Heil- und Hilfsmittelerbringer, abzubilden, so Hecken.

Nach Ansicht des BVMed müssten Vertreter der Medizinprodukte-Hersteller dort, wo ihre Produktbereiche oder damit verbundene Verfahren betroffen sind, als Experten gehört und eingebunden werden. Es sollte zudem zur Verfahrensbeschleunigung ein Antragsrecht der Herstellerverbände im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für neue Medizintechnologien geben, so der MedTech-Verband.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed: "Der G-BA muss die Erstattung für Wundversorgungsprodukte praxistauglich regeln"

    Der BVMed fordert eine praxistaugliche und am Patienten orientierte Neuregelung der Verbandmittel-Definition durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). "Das jetzt in Kraft getretene Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) macht leider die zukünftige Erstattungsfähigkeit von bestimmten Wundversorgungsprodukten sehr unklar", sagte BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. "Es ist dringend nötig, dass der G-BA nun eine praxistaugliche Regelung findet, die nicht zu einer Verschlechterung der Situation von Patienten mit chronischen Wunden führt", so Möll. Weiterlesen

  • Hecken wirbt für Kompromiss bei Methodenprüfungen

    In der Diskussion um eine mögliche Beschleunigung bei der Methodenbewertung hat der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, angedeutet, einen Kompromiss gefunden zu haben. Bei einem Vortrag auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress kündigte er ein mehrstufiges Bewertungsverfahren durch den G-BA an. Dabei sollen die Anträge, mit denen neue Methoden in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen werden, in drei Kategorien eingeteilt werden, berichtet das Ärzteblatt. Weiterlesen

  • BVMed unterstützt Vorschlag zur Beschleunigung der MedTech-Methodenbewertung

    Der BVMed unterstützt die vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Regelungen zur Beschleunigung der MedTech-Methodenbewertung. "Das sind Schritte in die richtige Richtung, um die Bewertungsverfahren zur Aufnahme moderner Medizintechnologien in die Erstattungskataloge der Gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft zu vereinfachen und zu beschleunigen", sagte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Die Regelungen sind im Rahmen des Gesetzes zur Errichtung des Deutschen Implantateregisters (EDIR) vorgesehen. Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik