Unterdruck-Wundtherapie

Primärer und sekundärer Wundverschluss

Bei einem primären Wundverschluss liegt die komplikationsfreie Wundheilung inkl. Wiederherstellung der Gewebestrukturen vor - bei gut aneinander liegenden Wundrändern. Dies ist der Fall wenn z. B. nach einem chirurgischem Eingriff die Wundränder mit einer Naht verbunden werden.

Man spricht von einem sekundären Wundverschluss, sofern ein primärer Wundverschluss nicht möglich ist oder eine Wunde nach 6 bis 8 Std. chirurgisch nicht versorgt wurde. Die Infektionsgefahr ist hier aufgrund der möglichen stärkeren Entzündungsreaktion und Ausbildung von Granulationsgewebe deutlich erhöht. Die Wundheilung beginnt hier vom tiefsten Punkt der Wunde.

Fischle, G.; Keller, C.; Menche, N. et al. (2010); In: von zur Mühlen, M.; Keller, C.. Pflege konkret Chirurgie Urologie Orthopädie Lehrbuch für Pflegeberufe. 3., vollständig überarbeitete Auflage. S. 33-34)

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