Unterdruck-Wundtherapie

Für Welche Patient:innen eignet sich die Therapie und welche Ärzt:innen dürfen diese anwenden?

Für Patient:innen sorgt die Therapie neben einer schnelleren Heilung zusätzlich für eine Erhöhung der Lebensqualität: Die luftdicht abgedeckte Wunde entwickelt keinen Geruch, störende Wundsekrete werden abgesaugt, es sind weniger Verbandwechsel nötig. Je nach angewendetem System besteht auch mehr Bewegungsfreiheit, sodass ggf. auch Duschen oder Berufstätigkeit möglich sind. Der Verbandwechsel ist aufwändiger und nur von Ärzt:innen durchzuführen. Die Patient:innen müssen in den Umgang mit dem Gerät eingewiesen werden, um damit auch allein umgehen zu können. Das heißt auch, dass sie Warnsignale verstehen und auf diese reagieren können müssen – oder sie Hilfe erhalten können.

Welche Ärzt:innen können die Vakuumversiegelungstherapie anwenden?
Berechtigt zum intendierten primären Wundverschluss sind folgende operativ tätige Fachärzt:innen :
  • der Chirurgie
  • der Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
  • der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
  • der Neurochirurgie
  • für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Urologie


Zur Durchführung des sekundären Wundverschlusses sind zusätzlich folgende Fachärzt:innen berechtigt:
  • der Allgemeinmedizin
  • der Inneren Medizin und Angiologie
  • der Inneren Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
  • mit der Zusatzweiterbildung »Diabetologie« oder »Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)«
  • mit der Zusatzweiterbildung Phlebologie

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