Unterdruck-Wundtherapie

Was ist die Unterdruck-Wundtherapie und wie wirkt sie?

Die Vakuumversiegelungstherapie wird auch als Unterdruck-Wundtherapie oder Negative Pressure Wound Therapy (NPWT) bezeichnet. Die Wunde wird dabei mit einer Klebefolie luftdicht abgeschlossen und über einen Drainageschlauch mit einer elektronisch oder mechanisch gesteuerten Pumpe verbunden, die einen kontrollierten Unterdruck erzeugt. Das Exsudat wird in einem Kanister oder im Verband selbst aufgefangen.

Durch den auf der Wunde direkt entstehenden Unterdruck bzw. Sog wird die Ödembildung reduziert sowie die Durchblutung, als auch die Granulationsbildung gefördert. Durch die Vakuumversiegelungstherapie wird Wundexsudat und infektiöses Material kontinuierlich abgesaugt. Die Wundränder werden zusammengezogen wodurch sich die Wundoberfläche und das Wundvolumen verringern. Durch das geschlossene System wird die Geruchsentwicklung unterbunden und letztlich der Heilungsprozess beschleunigt. Der Verband verbleibt mehrere Tage auf der Wunde, wodurch weniger Verbandwechsel notwendig sind.

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