Inkontinenz

Operative Therapieformen

Injektion von Botox® in die Blasenwand


Botox-Spritze
Das Nervengift Botulinumtoxin kann bei Patienten eingesetzt werden, die an einer überaktiven Blase mit oder ohne Inkontinenz leiden und nicht ausreichend auf konservative Therapien ansprechen oder dadurch zu viele Nebenwirkungen erfahren.

In einem ambulanten oder kurzstationären Eingriff wird Botulinumtoxin mit Hilfe eines Instruments, welches über die Harnröhre in die Blase eingeführt wird (Blasenspiegelung), an mehreren Stellen in die Blasenmuskulatur gespritzt. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten. Botulinumtoxin wirkt durch eine Abschwächung oder Teillähmung der Blasenmuskulatur, wodurch sich die Blasenmuskulatur entspannt und die Harnblase mehr Urin speichern kann sowie der Patient weniger Harndrang verspürt.

Der Therapieeffekt lässt nach einigen Monaten (ca. 6 bis 12 Monate) wieder nach, was eine regelmäßige Wiederholung der Botulinumtoxin-Therapie notwendig macht. Nach dem Eingriff kann es für eine begrenzte Zeit zu Blasenentleerungsstörungen kommen, sodass ein Selbstkatheterismus notwendig wird. Ebenso können Harnwegsinfektionen und Allergien auftreten.
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