Unterleib/Gesäß

Stapler-Methode bei Hämorrhoiden

Das Gesäß ist aus zwei halbkugelförmigen, spiegelsymmetrischen Hälften, den beiden Gesäßbacken, aufgebaut, die von der Analrinne getrennt werden. Hier befinden sich das Rektum und die Austrittsöffnung (Anus), die den letzten Teil des Verdauungstraktes bilden.

Krankheitsbild: Hämorrhoiden
Hämorrhoiden sind arterio-venöse Gefäßpolster, die normalerweise den Feinverschluss des Enddarmes bilden. Wenn diese sich durch eine Stauung des venösen Abflusses vergrößern, treten die typischen und äußerst unangenehmen Hämorrhoidalbeschwerden auf. In weit fortgeschrittenen Stadien kann es zu Ausschlägen in der Analregion und sogar zum Herausquellen der Hämorrhoidalknoten aus dem After kommen.

Innovative Therapie
Die Blutzufuhr der Hämorrhoidalvenen wurde früher in der Regel verödet (Sklerosierung) oder durch die Gummibandligatur gedrosselt. Beide Methoden sind jedoch nur in den ersten Krankheits-Stadien einsetzbar. Diese Methoden bereiten Patienten Schmerzen und sind technisch aufwändig.

Ein neues Verfahren, die Stapler-Hämorrhoidopexie, ist schonend, erhält das Anoderm und sorgt obendrein durch kurze OP-Zeiten für gute Akzeptanz bei Patienten und Operateuren. Die Stapler-Methode ist geeignet zur Behandlung ausgeprägter und weit vorgefallener Hämorrhoidalknoten. Mit Hilfe eines speziellen Klammernahtgerätes trennt der Arzt aus der Darmwand einen kreisförmigen Schleimhautstreifen heraus. Beim anschließenden Zusammennähen der Wundränder zieht sich die vorgefallene Schleimhaut wieder in den Darm zurück.

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