MedTech-Trends

Smarte Textilien für die Medizin

Forschung und Entwicklung


Derzeit befinden sich die meisten smarten Textilprodukte noch im Forschungsstadium, auch wenn bereits seit Jahren in der Industrie und Wissenschaft daran gearbeitet wird. Zahlreiche Aufgaben sind noch zu bewältigen, vor allem wenn es um die Nutzung in einem sensiblen Bereich wie der Medizin geht. Dazu zählen nicht nur die bereits genannten technologischen Herausforderungen, sondern auch die Etablierung einer entsprechenden Infrastruktur und die Klärung von Haftungsfragen. So muss z. B. klar geregelt sein, wer die Verantwortung im Falle eines Notrufs/Warnsignals zu übernehmen hat, d.h. die Daten auswertet und strukturiert Hilfe leistet. Die Lösung dieser Fragestellung ist eine Schlüsselkomponente für die Einführung sensorischer Textilien in den Gesundheits- und Pflegebereich. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedenster Fachrichtungen ist gefordert, um entsprechende Ansätze und Konzepte zu entwickeln.

Für die technologische Umsetzung sind Impulse aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Branchen gefragt wie der Chemie, Faser-, Textil-, Beschichtungs- und Mikrosystemtechnik/Sensorik sowie aus der Biotechnologie und den Materialwissenschaften. Des Weiteren ist die Einbindung der Anwender wie Ärzte und Krankenhäuser sowie weiterer Stakeholder wie Krankenkassen für die Entwicklung marktfähiger Produkte von entscheidender Bedeutung.

Zu den Kompetenzzentren für die Entwicklung smarter Textilien in Deutschland zählen:
- Hohenstein Institut für Textilinnovationen
- Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf
- Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen
- Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.
- Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstoffe der TU Dresden

Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Fraunhofer-Institute auf diesem Gebiet:
- Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
- Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
- Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IA
- Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien EMFT
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Das Institut für Medizintechnik der Universität Lübeck veranstaltet in Kooperation mit dem Technikzentrum Lübeck vom 9. bis 13. September 2019 die 3D-Week. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Schirmherrschaft für diese Themenwoche übernommen. Geplant sind Veranstaltungen zum 3D-Druck in der Medizin, zu Applikationen und Zulassung individualisierter Medizinprodukte sowie zur Digitalisierung und Datenvorverarbeitung beim 3D-Druck in Industrie und Biomedizin. Weiterlesen

  • XPOMET holt die MedTech-Branchenkampagne "Körperstolz" auf die Bühne

    Die XPOMET Medicinale, ein multidisziplinäres Festival für die Medizin und Pflege der Zukunft, holt die MedTech-Branchenkampagne "Körperstolz" auf die Bühne. Die vom BVMed initiierte Kampagne zeigt Patientinnen und Patienten, die trotz chronischer Erkrankungen mitten im Leben stehen. Die Kampagne möchte das Verständnis für die Lebenssituation Betroffener stärken und die Bedeutung von Medizinprodukten für ein selbstbestimmtes Leben vermitteln. Ein Highlight des Showcases auf der XPOMET: der Auftritt des weltweit bekannten Prothesen-Models Viktoria Modesta. Weiterlesen

  • Das Startup-Segment der XPOMET Medicinale bietet Jungunternehmen vom 10. bis 12. Oktober 2019 in Berlin diverse Optionen, um ihre Konzepte und Technologien vorzustellen. Dazu zählen der Innovation Showcase, Workshops zum Aufbau eines neuen Marktplatzes, Pitching-Slots, Matchmaking sowie eine... Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik