Minimal-invasive Chirurgie

3D-HD Laparoskopie

Die 3D-HD Laparoskopie ist für eine breite klinische Anwendung geeignet und bietet ein hohes Maß an chirurgischer Sicherheit von der Patient und Operateur gleichermaßen profitieren.

Laparoskopische Eingriffe (Bauchspiegelungen) sind mittlerweile fester Bestandteil vieler chirurgischer Disziplinen. Sowohl als diagnostisches Verfahren, als auch zum direkten operativen Einsatz werden Laparoskopien in vielen Fachgebieten immer häufiger. Dieses minimal-invasive Verfahren ermöglicht den Zugang zum Bauchraum über wenige kleine Einschnitte in der Bauchdecke und kann die Patienten vor größeren postoperativen Komplikationen bewahren. Über so genannte „Schleusen“ (Trokare), die in die Bauchschnitte gelegt werden, werden die speziellen endoskopischen Instrumente zum Bauchraum geführt. Initial wird eine endoskopische Kamera eingeführt, die das Bild direkt über einen Monitor dem Operateur zu Verfügung stellt – die Kamera kann der Operateur flexibel steuern und somit den gesamten Operationsbereich einsehen. Über die übrigen Bauchschnitte werden dann die endoskopischen chirurgischen Instrumente eingeführt.

Die Laparoskopie hat sich in den letzten Jahrzehnten seit ihren Anfängen immer weiter entwickelt. Dazu gehören neben Anpassungen an den medizintechnologische Fortschritte auch die Integration technischer Fortschritte der Elektronikbranche. Insbesondere die dreidimensionale Bildgebung (3D) oder die hochauflösende Visualisierung (High Definition, HD) finden mittlerweile Anwendung in der Medizin.

In der Chirurgie können diese technischen Fortschritte von großem Vorteil sowohl für die Ärzte, als auch die Patienten sein. Um die die Operationstechnik der Laparoskopie zu optimieren und die Entwicklungen der digitalen Bildgebung zu nutzen wurden neue Technologien auf den Markt gebracht.

Eine der wichtigsten Einführungen war die so genannte Roboter-assistierte Operation mit 3D-Visualisierung, wobei der Operateur von einer Konsole aus operiert. Diese Innovation ist allerdings in der Anschaffung sowie in der Unterhaltung sehr kostenintensiv – damit besteht erneuter Bedarf an technisch innovativen OP-Instrumentarien, die eine breite Anwendung bieten können.

Innovative Therapie

Mit der Entwicklung des 3D-HD Laparoskopie-Systems kann eine Verbesserung der Operationstechnik erreicht und fortschrittliche Technologien integriert werden. Die 3D-Technologie in den modernen endoskopischen Systemen ermöglicht lebendige, detailgetreue Bilder, die einem natürlichen dreidimensionalen Sehen entsprechen. Dies führt zu einer besonders guten Hand-Augenkoordination. Der Chirurg bewegt die Kamera über einen Haltearm, der für maximale Stabilität, Präzision und ein sehr ruhiges Bild sorgt.

Das System ermöglicht es dem Chirurgen außerdem das Konzentrationsniveau möglichst lange zu halten und somit lang anhaltend zielsicher delikate Strukturen exakt zu fassen. Eine Fernsteuerung des Haltearms ermöglicht darüber hinaus das Einstellen von Funktionen, wie Lichtstärke, Bild- und Videoaufnahmen sowie Justierungen des Arms. Der Haltearm kann mittels eines Schnellverschlusses am OP-Tisch angebracht und binnen weniger Minuten umpositioniert werden. Um eine hohe Auflösung, Kontrast und Bildschärfe zu gewährleisten, ist das 3D-System mit hochauflösender HD-Technik ausgestattet.

Vorteile für die Patienten
  • Kleine Narben
  • Weniger Blutverlust
  • Sicherer Operationsverlauf
  • Schnelle Genesung

Vorteile für die Operateure
  • Gewohnte Handhabung, analog einem konventionellen laparoskopischen 2D-Systems
  • Beibehaltung der Haptik und Taktilität für die verwendeten Instrumente
  • Disziplinär als auch interdisziplinär einsetzbar
  • Entlastung des Assistenten (Haltearm)
  • Steigert die Attraktivität der ärztlichen Ausbildung
  • Geeignet für die Solochirurgie
  • Sehr geringe Folgekosten
  • Betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich auch bei geringen Fallzahlen einsetzbar

Verfügbarkeit für den Patienten
  • In allen Operationssälen der laparoskopischen Chirurgie, Gynäkologie und Urologie problemlos einsetzbar
  • 4 Referenzzentren in Solingen, Schwerte, Mannheim und Hannover sowie weitere Kliniken im Bundesgebiet, welche eine kurzfristige Anschaffung in Erwägung ziehen

Fazit

Die 3D-HD Laparoskopie ist für eine breite klinische Anwendung geeignet und bietet ein hohes Maß an chirurgischer Sicherheit von der Patient und Operateur gleichermaßen profitieren.

Stand: Januar 2017

Herausgeber: Aktion Meditech, www.aktion-meditech.de
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