Herz & Herzgefäße

Das Herz erbringt Höchstleistungen: Es schlägt mehr als 100.000 Mal am Tag und pumpt dabei rund 10.000 Liter Blut durch unseren Körper. Umso bedrohlicher wird es, wenn das Herz schwächelt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Hoffnung gibt es für viele Erkrankte dank innovativen Medizintechnologien. Die MedTech-Branche entwickelt seit Jahrzehnten erfolgreich neue Methoden, um Leben zu retten und Patienten Lebensqualität zurück zu geben.
  • Katheter-gestützter Mitralklappenersatz

    Patienten mit Herzklappen-Erkrankungen können immer besser schonend mittels Herzkatheter ohne offene Operation behandelt werden. Nach den Erfolgen mit der minimalinvasiven (perkutanen) Implantation künstlicher Aortenklappen, die die Behinderung des Blutstroms aus dem Herzen beseitigt und den Rückstrom von Blut aus der Hauptschlagader ins Herz verhindert, ist es nun auch möglich geworden, die Mitralklappe, die den linken Herz-Vorhof von der linken Herzkammer trennt, ohne Öffnung von Brustkorb und Herz zu versorgen.

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  • Katheter-basierte Aortenklappen-Implantation (TAVI)

    Auch alte Menschen profitieren von den Entwicklungen der Herz-Medizin immer besser: Neue Studien und Registermeldungen unterstützen den Einsatz der minimalinvasiven, schonenden Katheter-basierten Aortenklappen-Implantation (TAVI) bei allen Hochrisikopatienten. Diese relativ junge Methode erlaubt bei alten Patienten und bei Patienten mit hohem Operationsrisiko den Ersatz der Aortenklappe durch eine Prothese, ohne dass sie sich einer offenen Operation an der Herz-Lungenmaschine unterziehen müssen.

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  • Event-Recorder: implantierbarer Miniatur-EKG

    Viele Menschen mit einem Schlaganfall scheinbar unklarer Ursache haben ein unbemerktes Vorhofflimmern. Mittels eines implantierbaren Miniatur-EKG-Gerätes ("Event-Recorder") wird es in Zukunft leichter möglich sein, diesen Patienten durch rasche Diagnose und Therapie zu helfen. Die Chance, Vorhofflimmern zu finden, ist mit dem Eventrecorder sechsmal so groß wie mit Standard-Diagnosemethoden.

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  • Ablationskatheter

    Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, an der allein in Deutschland rund eine Million vor allem ältere Menschen leiden. Ein Therapiekonzept, das Vorhofflimmern dauerhaft heilen kann, ist die Ablation.

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  • Bioresorbierbares Gefäßgerüst (Stent) bei koronarer Herzkrankheit

    Ziel der Therapie mit resorbierbaren Gefäßgerüsten ist, zunächst das Gefäß zu öffnen, wie mit klassischen Medikament-freisetzenden Stents. Darüber hinaus löst sich aber in der zweiten Phase das Gerüst auf, d.h. es bleibt kein Permanentimplantat im Gefäß zurück, wodurch die Rückkehr in einen natürlicheren Zustand ermöglicht wird.

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  • Ballonkatheter

    Der Medikamente-freisetzende Ballonkatheter (DEB) bei Verengung der Herzkranzgefäße könnte einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von herzinsuffizienz- und herzinfarktgefährdeten Patienten einleiten. Insbesondere bei Herzpatienten, bei denen der Einsatz eines Stent nicht möglich ist – etwa durch die Enge des Gefäßes oder bevorstehende Operationen, die eine Unterbrechung der nachstehenden lebensnotwendigen, medikamentösen Behandlung zur Folge hätten, – oder bei denen es trotz Stents zu einer erneuten Verengung gekommen ist.

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  • Koronarer Stent, vormontiert auf einen Ballonkatheter

    Heute können Verengungen der Herzarterie mit Hilfe von Ballon-Kathetern geweitet werden. Durch den Einsatz von Stents kann der Therapieerfolg noch wesentlich verbessert werden.

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  • Aortenklappe (2)

    Innerhalb der Herzhöhlen gewährleisten die Herzklappen als Ventile, dass das Blut in die richtige Richtung fließt. Nicht nur Gefäße, auch Herzklappen können sich verengen. Besonders häufig ist davon die Aortenklappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader betroffen.

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  • Herzschrittmacher (2)

    Herzinsuffizienz, allgemein auch als Herzmuskelschwäche bezeichnet, wird unter Medizinern als das bedeutendste kardiale Krankheitsbild unserer Zeit mit wachsender Inzidenz gesehen. Allein in Deutschland sind nach Schätzungen rund 1,5 Mio. Menschen betroffen. Jährlich werden hiervon ca. 265.000...

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