Herz & Herzgefäße

Das Herz erbringt Höchstleistungen: Es schlägt mehr als 100.000 Mal am Tag und pumpt dabei rund 10.000 Liter Blut durch unseren Körper. Umso bedrohlicher wird es, wenn das Herz schwächelt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Hoffnung gibt es für viele Erkrankte dank innovativen Medizintechnologien. Die MedTech-Branche entwickelt seit Jahrzehnten erfolgreich neue Methoden, um Leben zu retten und Patienten Lebensqualität zurück zu geben.
  • Eltville
    Mehr Patientensicherheit durch Telekardiologie

    Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die häufig unentdeckt bleibt. Unbehandeltes Vorhofflimmern geht jedoch mit einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko einher. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und zuverlässige Diagnose. Ein EKG – also die Messung der Herzströme – ist der Goldstandard in der Diagnose von Vorhofflimmern. Doch wie kann Vorhofflimmern entdeckt werden, wenn es unregelmäßig auftritt und der Patient selbst es oftmals nicht bemerkt? In dem Fall kann es helfen, die Herzströme über einen längeren Zeitraum zu messen und das Herz die ganze Zeit im Blick zu haben. Wichtig ist, dass auch kleine Signale und kurze Episoden wahrgenommen werden können.

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  • Dr. med. Thomas Helms

    Der tragbare Kardioverter-Defibrillator (WCD) wurde für Patienten entwickelt, die gefährdet sind, einen plötzlichen Herztod (PHT) zu erleiden, und bietet ihnen Schutz, wenn sich ihr Zustand noch verbessern kann und noch kein permanentes PHT-Risiko festgestellt wurde. Aktion Meditech sprach mit Herrn Dr. Thomas M. Helms, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke, welchen Nutzen die sogenannte „LifeVest“ Arzt und Patient bietet.

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  • Defibrillator-Weste

    Rund 150.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an einem plötzlichen Herztod (PHT), einem unerwartet eintretenden Kreislaufstillstand. Mithilfe eines implantierbaren Kardioverter Defibrillators (ICD) kann ein PHT verhindert werden. Im Einklang mit den kardiologischen Leitlinien muss aber in den meisten Fällen zunächst eine Wartezeit bis zur Implantation überbrückt werden. In dieser Wartezeit erholen sich viele Patienten wieder, so dass letztlich kein ICD implantiert werden muss. Die Patienten sind in dieser Wartezeit jedoch einem hohen Risiko ausgesetzt, da sie keinen Schutz vor einem PHT haben. Der tragbare Kardioverter-Defibrillator (WCD) „LifeVest“ schließt diese Sicherheitslücke: Im Gegensatz zum ICD wird die LifeVest außen am Körper getragen und nicht im Brustkorb implantiert.

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  • Berlin
    Katheter-gestützter Mitralklappenersatz

    In Deutschland werden mittlerweile mehr Aortenklappen per Katheter eingesetzt als in offener Chirurgie. Zwei neue Verfahren für katheterbasierte Mitralklappeneingriffe könnten dafür sorgen, dass auch diese schwieriger erreichbare Klappe für Herzkatheter besser zugänglich wird.

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  • Berlin
    Transkatheter-Aortenklappe (TAVI)

    Bei älteren Patienten mit schwerer Aortenstenose hat die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) inzwischen in Deutschland die Herzklappen-Operation als häufigstes Therapieverfahren überflügelt. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Daten des AQUA-Instituts hervor, über die kardiologie.org berichtet.

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  • Berlin
    Transkatheter-Aortenklappe (TAVI)

    Katheter-gestützte Eingriffe als Alternative zu operativen Verfahren sind in der Medizin in vielen Bereichen zunehmend beliebt; weil die Katheter-Systeme stetig verbessert werden und auch auf Grund der Zunahme der Zahl alter und multimorbider Patienten, bei denen herkömmliche chirurgische Verfahren zu riskant sind. Große Fortschritte sind mit katheter-basierten Therapien in den vergangenen Jahren zum Beispiel bei Erkrankungen der Herzklappen erzielt worden, insbesondere bei Stenosen der Aortenklappe. In den Fokus rücken nun verstärkt auch Katheter-Eingriffe an der Mitralklappe.

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  • Katheter-gestützter Mitralklappenersatz

    Die Mitralklappeninsuffizienz zählt zu den am häufigsten diagnostizierten Herzklappenfehlern beim Menschen. Dabei handelt es sich um eine „Undichtigkeit“ der Mitralklappe, die während der Auswurfphase (Systole) zu einem Rückfluss von Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt. Unbehandelt kann eine Mitralinsuffizienz ernsthafte Herzprobleme wie beispielsweise Herzversagen verursachen. Patienten profitieren heute von minimalinvasiven Therapieoptionen, wie der Behandlung mit einem Mitralklappen-Clip. Ein Eingriff am offenen Herzen, der mit Wundheilungsstörungen verbunden sein kann, bleibt ihnen dadurch erspart.

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  • Infografik: Meilensteine der Herzinsuffizienztherapie - Teil 2

    Herzinsuffizienz, allgemein auch als Herzschwäche bezeichnet, wird unter Medizinern als das bedeutendste kardiale Krankheitsbild unserer Zeit gesehen. In Deutschland sind davon schätzungsweise 3,2 Millionen Menschen betroffen. Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Todesursache. Im Jahr 2013 verstarben daran 45.800 Deutsche. Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen (2013: 396.000; damit 2,5 Prozent aller Krankenhauseinweisungen) und verursacht Kosten für das Gesundheitssystem in Höhe von rund 3,2 Milliarden Euro. Herzinsuffizienz ist nach gegenwärtigem Stand der medizinischen Forschung eine fortschreitende und unheilbare Erkrankung vor allem der älteren Bevölkerungsgruppe. Dank der Erfolge moderner Medizintechnologien ist die Sterbeziffer durch Therapieänderungen seit Jahren rückläufig.

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  • Boston
    Micra Transcatheter Pacing System (TPS)

    Einem neuen Mini-Herzschrittmacher könnte die Zukunft gehören: Im Vergleich zu herkömlichen Geräten ist er zehnmal kleiner, kommt ohne Elektrodenkabel aus und kann per Katheter direkt ins Herz geschoben werden. Und er hat sich in einer ersten Studie als sicher erwiesen, berichtete die ÄrzteZeitung Online am 6. Juli 2015.

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  • Herzunterstützungssystem: Implantierbares VAD (Ventricular Assist Device)

    Die Geschichte der Herzunterstützungssysteme (engl. Ventricular Assist Device = VAD) begann 1985 in Berlin-Charlottenburg, als erstmals ein linksventrikuläres Unterstützungssystem eingesetzt wurde. Ist das Herz so schwer geschädigt, dass die Organe nicht mehr versorgt werden, muss es unterstützt werden. Das VAD senkt die Arbeitslast des Herzens oder übernimmt sie vollständig und ermöglicht so, einen adäquaten Blutfluss und Blutdruck aufrecht zu erhalten.

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