Haut

Hydroaktive Wundversorgung

Akute Wunden kennt jeder aus dem Alltag: Stich-, Schnitt- oder andere Verletzungen schädigen das Gewebe, eine Wunde entsteht, Gewebeflüssigkeit oder Blut tritt aus. Je nach Tiefe und Beschaffenheit der Wunde sollte ein Arzt hinzugezogen werden - vor allem, um unnötige Infektionen zu vermeiden.

Wenn die körpereigenen Wundheilungsmechanismen gestört sind und die Gewebeverletzung nicht innerhalb von acht Wochen nach ihrem Entstehen abheilt, spricht man von chronischen Wunden. Häufig verhindern Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit oder Immunschwäche eine schnelle Heilung. In Deutschland leiden ca. vier Millionen Menschen unter chronischen Wunden.

Traditionelle Verbände wie Mullkompressen oder auch befeuchtete Gaze trocknen aus und können mit dem Wundgrund verkleben. Die häufig notwendigen Verbandwechsel. sind für die Patienten oft schmerzhaft und erhöhen das Infektionsrisiko.

Bei der feuchten Wundversorgung hingegen wird in allen Wundheilungsphasen ein günstiges feuchtes Wundmilieu geschaffen und aufrechterhalten. Sie imitieren die Verhältnisse in einer geschlossenen Blase, fördern die Reinigung, Granulation und Epithelisierung der Wunde und ermöglichen so die schnellere Heilung.

Hier finden Sie ein Magazin zum Thema "Haut".

Informationsfilm zur Wundversorgung:
Sie benötigen den Flash Player.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Plasmamedizin in der Wundheilung

    In der Industrie werden thermische Plasmen seit Jahrzehnten eingesetzt, um zum Beispiel Oberflächen zu behandeln oder verschiedenste Materialien zu schneiden. Auch in der Medizin kommen sie seit mehr als 20 Jahren zur Anwendung. Neue Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich beispielsweise in der Wundheilung. Eine moderne Plasmatherapie (PlasmaDerm) bewirkt eine verbesserte Versorgung der Wunde mit Sauerstoff. Durch die Anregung der Mikrozirkulation reduziert sich die Keimbelastung signifikant. Die Therapie ist in den Verbandwechsel integrierbar. Weiterlesen

  • Konsequenzen des HHVG für die Verbandmittel-Versorgung

    Der Bundestag regelt mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) die Verbandmittel-Versorgung, die insbesondere für ca. 900.000 Menschen mit schweren chronischen Wunden von großer Bedeutung ist. Die für die individuelle Versorgung der Wunden nötigen Wundverbände werden auch in Zukunft erstattet werden. Die Krankenkassen sollen spezialisierte Versorgungseinrichtungen für diese Patienten aufbauen. Weiterlesen

  • Versorgung chronischer Wunden verbessern

    Die neue Verbandmittel-Definition, die im Rahmen des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) verabschiedet wurde, gewährleistet nach Ansicht des BVMed eine phasengerechte Wundversorgung der gesetzlich Krankenversicherten. Erforderlich seien nun standardisierte und spezialisierte Versorgungsstrukturen für die Behandlung chronischer Wunden, um die Versorgungssituation von Patienten mit chronischen Wunden zu verbessern. Weiterlesen


©1999 - 2017 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik