Körper Lunge

Schlafapnoe-Therapie

In den nächtlichen Ruhephasen kann sich der Körper vom anstrengenden Tag erholen und Energie für den Tag sammeln.

Krankheitsbild: Schlafapnoe Syndrom
Fast jeder Mensch hat während der Nacht einige Atemstillstände. Wenn sie aber mehr als zehnmal in der Stunde auftreten und länger als zehn Sekunden andauern, wenn zudem Veränderungen der Gehirnfunktion und eine Störung des Schlafablaufes feststellbar sind, dann ist ein Schlafapnoe-Syndrom (SAS) wahrscheinlich.
Beim obstruktiven SAS (OSAS) erschlafft die Muskulatur um die oberen Atemwege und verengt so den Luftweg. Erschlaffen die Muskeln zu stark, verschließen sich die Luftwege ganz. Das Ein- und Ausatmen ist dann nicht mehr möglich. Oft den Patienten der Atem nachts minutenlang. Jedes Mal wird der Körper erneut in Alarmbereitschaft versetzt - es kommt auch zu plötzlichen "Aufweckreaktionen“ : Der "Nicht-Schläfer" schnappt unter einem gurgelnden Röcheln wieder nach Luft.
Bei SAS-Patienten wird der Schlaf so wiederholt und vor allem dauerhaft gestört, weswegen sie tagsüber an Konzentrationsstörungen und Tagesschläfrigkeit leiden. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie weitere lebensgefährliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nach sich ziehen.

Innovative Technologie
Zur Behandlung der SAS hat sich die Überdruckbehandlung mittels Beatmungsgeräten bewährt. Diese verfügen über ein Gebläse, das über einen Schlauch mit einer Atemmaske verbunden ist. Mithilfe der Maske erzeugen die CPAP-Beatmungsgeräte (Continuous Positive Airway Pressure, kontinuierliche Überdruckbeatmung) einen leichten Überdruck in den Atemwegen und hindern diese am Zusammenfallen. Bei den CPAP-Geräten haben sich Modelle als besonders anwenderfreundlich erwiesen, die mit adaptiver Druckstabilisierung schnell und stabil auf sich ändernde Bedingungen (u.a. Höhenverhältnisse, barometrische Veränderungen, neue Atemmaske) reagieren und so mit der individuellen Anpassung des Therapiedrucks für einen gleichmäßigen Atemfluss sorgen.
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