Brexit

Medizinprodukte und Brexit

Die Europäische Union zeichnet sich unter anderem durch einen gemeinsamen Markt, der Warenverkehrsfreiheit und einheitlichen Standards aus.

Durch ein Referendum im Juni 2016 kündigten die Briten diese Gemeinsamkeiten auf, was zu umfangreichen Änderungen in Großbritannien aber auch in den restlichen Ländern der europäischen Union führen wird.

Der ursprüngliche Austrittstermin im März 2019 wurde auf der Tagung des Europäischen Rats am 10. und 11. April mit einem Beschluss verschoben. Die Verlängerung wird so lange wie nötig, auf jeden Fall aber nicht länger als bis zum 31. Oktober 2019 dauern.

Potenziell möglich sind ein weicher oder auch ein harter Brexit. Ein weicher Brexit würde den Briten einen großzügigeren Marktzugang nach Europa und auch in umgekehrter Richtung erlauben.

Gerade in Bezug auf die Implementierung der MDR und die Kapazitätsengpässe der Benannten Stellen ist der Brexit für die Hersteller in der Medizintechnikbranche eine immense Herausforderung. Aktuell ist die einzige benannte Stelle unter der MDR eine britische Benannte Stelle, deren ausgestellte Zertifikate bei einem harten Brexit ihre Gültigkeit verlieren würden.

Informationen und Dokumente der Europäischen Kommission:

Nationale Informationen und Dokumente:

MedTech Europe:
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Kommentar "WiKo – Medizinprodukterecht" des BVMed wird 25 Jahre alt

    Der BVMed begeht im April 2020 das 25-jährige Jubiläum seines Kommentars "WiKo - Medizinprodukterecht". "Der WiKo ist fest etabliert und wird selbst vom Bundesverfassungsgericht in seinen Entscheidungen zitiert", so Gründer und Herausgeber Rainer Hill vom BVMed. "Der WiKo gehört in der deutschsprachigen Medizinprodukterechts-Szene auf jeden Schreibtisch!" Der Kommentar erscheint im Dr.-Otto-Schmidt-Verlag in der mittlerweile 22. Ergänzungslieferung. Weiterlesen

  • BVMed zum Brexit: "Handelshemmnisse und Zölle in den Verhandlungen vermeiden"

    Zum heutigen Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union erklärt BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll: "Großbritannien hat entschieden, die EU am 31. Januar 2020 mit einer Übergangsfrist zum 31. Dezember 2020 zu verlassen. Im Anschluss an die elfmonatige Übergangsphase, also ab dem 1. Januar 2021, wird Großbritannien als EU-Drittland die Anforderungen der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) weitgehend identisch übernehmen. Wir fordern die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auf, eine Regelung für die Zeit nach der Übergangsphase zu verhandeln, so dass es eine pragmatische Anschlusslösung gibt." Weiterlesen

  • BVMed bietet weitere Medizinprodukteberater-Schulungen an

    Kompaktes Grundwissen zum Medizinprodukterecht für Medizinprodukteberater in Industrie- und Handelsunternehmen bietet der BVMed im Jahr 2020 auf insgesamt vier Schulungsveranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten an. Denn: Auch mit dem Geltungsbeginn der Europäischen Medizinprodukte-Verordnung (MDR) am 26. Mai 2020 wird es den "Medizinprodukteberater" im nationalen Recht weiterhin geben. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik