Thema des Monats

Patienten zeigen "Körperstolz"

Mit der Motivreihe "Körperstolz" im Rahmen der MedTech-Imagekampagne "Maßstab Mensch" zeigt der BVMed Patienten, die trotz chronischer Erkrankungen mitten im Leben stehen. Die Kampagne möchte das Verständnis für die Lebenssituation Betroffener stärken und den Wert von Medizinprodukten für ein selbstbestimmtes Leben zeigen. Das Motto lautet: "Jeder Mensch ist einzigartig. Einigen helfen wir, wie alle anderen zu leben." Informationen, Motive und Patienteninterviews gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.

Mit der Körperstolz-Kampagne rüttelt der BVMed an einem gesellschaftlichen Tabu: Trotz ihrer Verbreitung und Relevanz für den Einzelnen werden einige Medizinprodukte schamvoll versteckt, über ihre vielfache Nutzung wird öffentlich kaum gesprochen. Das wollen der BVMed und die Körperstolz-Patienten mit ihren Lebensgeschichten ändern: Sie machen deutlich, dass es für Scham und Tabuisierung keinen Grund gibt, und wollen Betroffene motivieren, auf den eigenen Körper stolz zu sein und dies auch öffentlich zu zeigen. Die Kampagne möchte zugleich das Verständnis für die Lebenssituation Betroffener stärken. Darüber hinaus wird die Botschaft transportiert, dass Medizinprodukte entscheidend zu ihrer Lebensqualität beitragen und ihnen ein weitgehend normales Leben ermöglichen.

Motive 2018:

Künstliches Hüftgelenk:
Claudia Weber (53) wurde eine Hüftgelenkprothese implantiert – wie jährlich 230.000 Patienten in Deutschland. Dank moderner Medizintechnologie kann sie sportliche Aktivitäten und Berufsleben wieder dynamisch und schmerzfrei gestalten.

Minimalinvasiver Herzklappenersatz
Angela Jaschke war 80, als bei ihr eine Aortenstenose diagnostiziert wurde. Ihre neue Herzklappe wurde minimalinvasiv per Katheter implantiert, wie bei jährlich 15.000 anderen Menschen in Deutschland. Dank dieser schonenden Technologie ist sie noch am Leben – aktiv und selbstbestimmt wie früher.

Inkontinenzversorgung
Torsten Kraft (34) ist einer von rund 9 Millionen Menschen in Deutschland, die mit Inkontinenz leben. Moderne Inkontinenzhilfen wie Pants oder Slips ermöglichen ihnen einen einfacheren und selbstbestimmten Alltag.

Motive 2017:

Defibrillator/Telekardiologie
Nicolas Lewandrowski (19) wurde mit einem Herzfehler geboren. Ein implantierter Defibrillator hilft seinem Herzen, zuverlässig zu schlagen. Moderne Telemedizin gibt ihm und 30.000 weiteren Patienten in Deutschland zusätzliche Sicherheit für ein aktives Leben.

Schultergelenkprothese
Willibald Panzer (63) ist einer der 25.000 Patienten in Deutschland, denen jährlich eine Schultergelenkprothese implantiert wird. Moderne Medizintechnologie ermöglicht ihm, im Alltag aktiv zu bleiben und ohne Schmerzen Sport zu treiben.

Brustkrebs/Lymphödem
Christine Raab (36) bekam, wie jedes Jahr 20.000 andere Frauen in Deutschland, ein Lymphödem infolge einer Brustkrebserkrankung. Dank einem modernen Kompressionsärmel kann sie heute Alltag und Berufsleben selbstbestimmt gestalten.

Motive 2016:

Tracheotomie / Laryngektomie
Thomas Müller (58) ist einer von 100.000 Tracheostoma-Patienten in Deutschland. Nach einer Krebsdiagnose wurde ihm der Kehlkopf entfernt. Moderne Medizinprodukte wie Stimmventile und Filter helfen ihm, beschwerdefrei zu atmen, zu sprechen und ein aktives Leben zu führen.

Bauchfelldialyse
Michael Schmidt (39) hat Niereninsuffizienz und ist auf die Dialyse angewiesen – wie 80.000 Menschen in Deutschland. Dank moderner Medizintechnologie kann er die Bauchfelldialyse selbstständig durchführen und so mobil bleiben.

Motive 2015:

Diabetes:
Elke Ederer (33) ist Diabetikerin und braucht regelmäßig Insulin – wie zwei Millionen Menschen in Deutschland. Moderne Insulinpumpen ermöglichen ihnen einen mobilen Alltag ohne Spritzen.

Stomaversorgung:
Steffi Jesko (32) hat einen künstlichen Darmausgang. Dank moderner Medizinprodukte wie Stomabeuteln erlebt sie einen nahezu normalen Alltag. Ebenso wie 130.000 andere Menschen in Deutschland mit künstlichem Darm- oder Blasenausgang.

Künstliche Ernährung:
Peter Helfrich (21) und 1,5 Millionen andere Menschen in Deutschland sind auf künstliche Ernährung angewiesen. Moderne Medizintechnologien wie Infusionen unterstützen sie im selbstbestimmten Alltag.

Ausführliche Patienteninterviews und Bildmaterial gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.
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