Medizinproduktegesetz - MPG

BVMed fordert AOK-Chef zur Richtigstellung auf

Der BVMed hat den Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, aufgefordert, seine Falschaussagen zu Medizinprodukten öffentlich richtig zu stellen. Graalmann hatte in einem WELT-Interview unter anderem behauptet, Medizinprodukte würden „heute in Europa noch zugelassen wie Spielzeug. Theoretisch könnten Sie auch bei Toys‘R‘Us eine neue Hüfte kaufen.“

Graalmann sei es als herausgehobener Krankenkassenvertreter seinen Versicherten und dem Gesetzgeber schuldig, diese unrichtigen Aussagen zurückzuziehen und nicht länger zur Verunsicherung der Patienten beizutragen, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Die Anforderungen, die eine CE-Kennzeichnung an die Qualität und Sicherheit von Medizinprodukten stellt, seien sehr hoch und vergleichbar mit Arzneimitteln.
Dazu gehören eine Risikoanalyse und Risikobewertung zum Nachweis der Sicherheit, die Durchführung einer klinischen Bewertung bzw. Klinischen Prüfung zum Nachweis der Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit sowie ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, so der BVMed. Schmitt: „Diese hohen Anforderungen werden auch nicht dadurch relativiert, dass CE-Kennzeichnungen ebenfalls auf Aufzügen, Seilbahnen, Kinderspielzeug und Bügeleisen zu finden sind.“ Mehr: www.bvmed.de (Pressemitteilungen).
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