Patientenmobilität

DKOU: Gelenkersatz in Deutschland wird immer sicherer

Der Gelenkersatz hält Menschen bis ins hohe Alter mobil, verbessert nach aktuellen Studien ihren allgemeinen Gesundheitszustand und bereichert so die Lebensqualität einer zunehmend alternden Bevölkerung. Während in den ersten Jahrzehnten der Endoprothetik Neuerungen der Technik und Technologien den Fortschritt bestimmten, werden Verbesserungen heute durch Anwendungsstandards sowie den Aufbau von Endoprothetikzentren und Registern erzielt. Dadurch wird bei der Anwendung von bewährten Prothesenmodellen die Patientensicherheit weiter erhöht. Das erläuterten Orthopäden und Unfallchirurgen auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) Ende Oktober 2014 in Berlin.

Je länger Menschen an Arthrose leiden, desto mehr reduzieren sie ihre körperliche Aktivität. Doch zu wenig Bewegung verursacht häufig Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und andere Begleiterkrankungen. Dies sind wiederum Ursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall. "Eine Gelenkprothese kann Menschen mit schwerer Arthrose an Knie oder Hüfte aus diesem Teufelskreis befreien", erläutert Professor Dr. Henning Windhagen, Kongresspräsident des DKOU 2014. "Patienten, die sich ein künstliches Gelenk einsetzen lassen, haben ein deutlich geringeres Risiko für eine Herzkreislauferkrankung." Das zeigt eine im British Medical Journal (BMJ) veröffentlichte Studie, die über einen Zeitraum von sieben Jahren einen absoluten Rückgang des Infarktrisikos von 14,2 Prozent aufweist.

Fortschritte in der Endprothetik lassen sich besonders durch verbesserte Struktur- und Prozessqualität erzielen, was beispielsweise in den zertifizierten Endoprothetikzentren EndoCert umgesetzt wird. Mehr unter www.bvmed.de/technologien.
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