Gesundheitspolitik

BVMed: "MedTech-Wachstum deutlich abgeschwächt"

Das erwartete Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich in Deutschland im Jahr 2013 deutlich abgeschwächt. Es liegt bei durchschnittlich nur noch 2,6 Prozent. In den Vorjahren waren es jeweils noch rund 5 Prozent. Das ergab die Herbstumfrage des BVMed, an der sich 111 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben.

Der BVMed stellte die Ergebnisse auf seinem jährlichen Medienseminar in Berlin vor. Besser entwickelt sich mit rund 4,4 Prozent die weltweite Umsatzentwicklung.

Der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan (B. Braun) plädierte für eine "kohärente Innovationsförderung". Zudem forderte er verbindliche Fristen für die zusätzlichen Prüfprozesse, um die Chancen von MedTech-Innovationen für die Patientenversorgung und ein effizientes Gesundheitssystem besser nutzen zu können. "Die neue Bundesregierung ist gefordert, durch eine kohärente Innovationspolitik aller beteiligten Ressorts den MedTech-Standort Deutschland wieder attraktiver zu machen", so Lugan.

Nach Informationen von BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt ist die Gewinnentwicklung der MedTech-Unternehmen weiter rückläufig. Nach der BVMed-Herbstumfrage erwartet nur noch ein Viertel der Unternehmen in diesem Jahr in Deutschland höhere Gewinne als 2012. Mehr als ein Drittel erwartet zurückgehende Gewinne.

Hemmnisse sehen die Unternehmen vor allem im Erstattungsbereich. 64 Prozent beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften. 44 Prozent der Unternehmen kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen, 38 Prozent das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland.

Details unter: www.bvmed.de (Presse). Alle Unterlagen zum BVMed-Medienseminar zum Download auf: www.bvmed.de/bvmed-medienseminar-2013.
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