Gesundheitspolitik

Gröhe zu eHealth: "IT-Chancen stärker nutzen"

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat auf dem 8. Nationalen IT-Gipfel in Hamburg die Bedeutung der Informationstechnologie im Gesundheitswesen betont: IT entwickle sich im Gesundheitswesen zu einem der stärksten Treiber für Innovationen in der Versorgung. Informationstechnologien hätten dazu beigetragen, dass sich die Gesundheitsbranche zu einer Wachstumsbranche auf Expansionskurs mit mehr als 5 Millionen Arbeitsplätzen entwickelt habe, so Gröhe.

Schon heute könnten Menschen mit chronischen Erkrankungen oder nach einem Schlaganfall durch Telemedizin-Anwendungen besser medizinisch begleitet werden. Telemedizin könne auch dabei helfen, dass ältere und chronisch kranke Menschen länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben könnten. Zudem könne sie dazu beitragen, dass die Expertise von Spezialisten für die Behandlung von Patienten in kleineren Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung im ländlichen Raum genutzt werden kann.

"Wir müssen die Möglichkeiten der Informationstechnologie für eine hochwertige Gesundheitsversorgung der Patienten noch stärker nutzen. Deshalb arbeiten wir an einem eHealth-Gesetz", hob Gröhe hervor. Mit der eHealth-Initiative sollen sinnvolle Anwendungen schneller ihren Weg in die Praxis finden. Details auf: www.bmg.bund.de (Presse).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Holetschek fordert rasche Nachbesserung bei Medizinprodukteverordnung – Bayerns Gesundheitsminister: Wir steuern auf gefährlichen Versorgungsengpass zu

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat vor Versorgungsengpässen mit lebenswichtigen Medizinprodukten gewarnt und den Bund sowie die EU zum raschen Handeln aufgefordert. „Wir steuern in Deutschland wie in der gesamten Europäischen Union auf einen gefährlichen Versorgungsengpass bei Medizinprodukten zu. Das ist für betroffene Patientinnen und Patienten eine lebensbedrohliche Situation" so Holetschek. Mehr

  • Homecare-Kongress des BVMed | Hilfsmittel-Leistungserbringer bei den Rettungsschirmen einbeziehen und ambulante Versorgung stärken

    Die Gesundheitsversorgung soll und muss ambulanter werden. Für eine wohnortnahe Versorgung braucht es eine gute Koordinierung und spezialisierte Fachkräfte. Homecare-Versorger und Hilfsmittel-Leistungserbringer sind hier ein wesentlicher Bestandteil, die die Versorgung der Patient:innen in der Häuslichkeit sicherstellen, so die Expert:innen des 9. Homecare-Management-Kongresses des BVMed. BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll kritisierte, dass bei den verschiedenen Rettungsschirmen der letzten Jahre „Homecare aber regelmäßig vergessen wird“. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche bemerkte, dass Homecare als wichtiger Akteur „besser auf dem Schirm der Politik“ sein müsse. Die SPD-Abgeordnete Martina Stamm-Fibich bezeichnete Homecare als „unsere Chance“, um Menschen in der Häuslichkeit gut zu versorgen. Für Simone Borchardt von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird Homecare eine Schlüsselrolle bei der Ambulantisierung und der Versorgung der Menschen in der Häuslichkeit spielen: „Homecare ist Zukunft“. Mehr

  • MdEP Peter Liese: Medizinprodukteverordnung soll geändert werden

    „Die Medizinprodukteverordnung der Europäischen Union muss dringend geändert werden“, für diese Forderung hat Peter Liese, der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), jetzt Verständnis und Unterstützung aus höchsten Kreisen der Europäischen Kommission erfahren. Mehr


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik