Forschungsprojekte erleichtern den Alltag im Alter

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat zwei Forschungsverbünde gestartet, deren Entwicklungen den Alltag im Alter erleichtern sollen. Der Bedarf an technischer Unterstützung ist groß. Bereits im Jahr 2030 wird fast ein Drittel der Menschen in Deutschland älter als 65 Jahre sein. Im Mittelpunkt der neuen Innovationscluster "BeMobil" und "KogniHome" in Berlin und Bielefeld steht die Frage, wie sich unterstützende, mitdenkende und vertrauenswürdige technische Systeme für den Alltag realisieren lassen.

Das Projekt "KogniHome" erforscht, wie mit neuen Technologien der Wohnalltag erleichtert werden kann. So unterstützt "Billie" als digitaler Ansprechpartner Senioren mit kognitiven Beeinträchtigungen bei alltäglichen Aufgaben. Die Forscher von "BeMobil" entwickeln einen technischen Physiotherapeuten, der den Menschen rund um die Uhr begleitet und in der Bewegungstherapie unterstützt. Eine neuartige Orthese, ein intelligentes medizinisches Hilfsmittel, soll motorisch eingeschränkten Menschen künftig dabei helfen, ihre eigenständige Bewegungsfähigkeit und Alltagsmobilität wiederzuerlangen.

Die neue Orthese erfasst dabei die Bewegungen des Patienten und erkennt nachteilige Verhaltensmuster, die zu Stürzen oder Folgeerkrankungen führen können. Der Patient erhält dann gezielt Rückmeldungen und Hilfestellungen mit dem Ziel einer motorischen Lernsteigerung. So können passgenaue Motivationskonzepte und verhaltenstherapeutische Strategien auch im Zusammenwirken mit dem behandelnden Arzt erstellt werden. Mehr auf: www.bvmed.de (Technologien).

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