eHealth

Elektronische Patientenakte im TSVG

Die wesentlichen Eckpunkte des Referentenentwurfs zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), die das Thema E-Health betreffen, finden sich auch im Kabinettsentwurf wieder. Dazu zählt die Verpflichtung der gesetzlichen Krankenkassen, ihren Versicherten spätestens ab dem 1. Januar 2021 eine von der Gesellschaft für Telematik (gematik) zugelassene elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung zu stellen. Ebenso sollen die Versicherten künftig alternativ zum hochsicheren Weg über die elektronische Gesundheits­karte und den elektronischen Heilberufsausweis auch mobil per Smartphone oder Tablet auf die Daten ihrer ePA zugreifen können.

Neben Angeboten, welche die "elektronische und maschinell verwertbare Übermittlung von Befunden, Diagnosen, Therapieempfehlungen, Behandlungsberichten und Unterlagen im Genehmigungsverfahren" betreffen, geht es dabei auch um die Förderung der aktiven und informierten Mitwirkung der Versicherten am Behandlungs- und Rehabilitationsprozess und die Unterstützung "bei einer gesundheitsbewussten Lebensführung". Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten über die Funktionsweise der ePA, die Art der Datenverarbeitung und über die Zugriffsrechte einschließlich der Abstufungen bei den Sicherheitskriterien informieren. Zudem soll das Verfahren für die Erteilung der Einwilligung des Versicherten in die Nutzung der medizinischen Anwendungen – unter Beachtung des Datenschutzes – vereinfacht werden. Mehr auf: aerzteblatt.de (News / Politik).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • ePA und Digital Health: Ärzte fühlen sich schlecht vorbereitet

    Kurz vor dem geplanten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) zum 1. Januar 2021 fühlen sich Ärzte schlecht darauf vorbereitet, so eine repräsentative Barmer-Umfrage. Jeder dritte Arzt fühlt sich demnach schlecht auf die ePA vorbereitet; 27 Prozent der Ärzte scheinen gut oder sehr gut für eine Beratung zur ePA gewappnet; 94 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Informationen zur ePA – insbesondere was die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten betrifft. Weiterlesen

  • "Digitale MedTech-Innovationen produzieren, nicht importieren!"

    Der BVMed fordert einen adäquaten Zugang der Medizinprodukte-Unternehmen zu versorgungsrelevanten und medizinischen Daten. "Wir wollen digitale MedTech-Innovationen produzieren, nicht importieren", so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Weiterlesen

  • PDSG-Anhörung | Hilfsmittelverbände fordern, Informationen zu Hilfsmittel-Versorgung in die elektronische Patientenakte zu integrieren

    Die Informationen zu Hilfsmittelversorgungen müssen schnellstmöglich in die elektronische Patientenakte (ePA) eingebunden werden. Das fordern die in der "Interessengemeinschaft Hilfsmittelversorgung" (IGHV) zusammengeschlossenen Hilfsmittelverbände im Vorfeld der Anhörung zum Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) am 27. Mai 2020. Bislang ist vorgesehen, dass die Versorgung durch Physio- und Psychotherapeuten, Pflegepersonal und Hebammen in der ePA verarbeitet werden kann und diese Berufsgruppen entsprechend an die ePA-Strukturen angebunden werden. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik