Wundversorgung

Barmer: Chronische Wunden heilen schlecht und langsam

In Deutschland leiden Patienten unnötig lange an chronischen Wunden. Zu diesem Schluss kommt der neue Heil- und Hilfsmittelreport der BARMER GEK. Der Report analysiert die Versorgung von chronischen Wunden am Unterschenkel in den Jahren 2009 bis 2012.

Demnach litten 2012 bundesweit rund 210.000 Menschen akut an derartigen Geschwüren. Insgesamt leiden nach Schätzungen von Experten zwei Millionen Menschen in Deutschland an chronischen Wunden, zu denen unter anderem auch Dekubitus oder das diabetische Fußsyndrom gehören. "Wir können anhand unserer Daten sehen, dass es eine gravierende Unterversorgung bei Menschen gibt, die an venös bedingten Unterschenkelgeschwüren leiden. Nur knapp 40 Prozent bekommen eine Kompressionstherapie. Deren Unterlassung ist nach Meinung der Fachleute ein Behandlungsfehler", betonte Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, bei der Vorstellung des Reports.

Bis auf einige Ausnahmen könnten Patienten immer von dieser Behandlung profitieren, sie müsse jedoch verordnet und fachgerecht umgesetzt werden. Die BARMER GEK versucht das bestehende Versorgungsdefizit zu überwinden, indem sie spezielle Verträge mit einigen Wundzentren abschließt.
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