Ausschreibungen

Gröhe zu Ausschreibungen: "Weg vom Preis-Kriterium"

Beim Besuch der Handwerkskammer Düsseldorf hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärt, dass es für Hilfsmittel, bei denen eine individuelle Anpassung notwendig ist, keine EU-Ausschreibungen geben werde, wie MTD-Instant in seiner Ausgabe 34/2015 berichtet. Gröhe hob zudem hervor, dass bei Ausschreibungen die Aspekte Versorgungsqualität und Wohnortnähe stärker berücksichtigt werden sollten. Der Preis allein dürfe nicht das entscheidende Kriterium sein. Außerdem würdigte er die Rolle des Gesundheitshandwerks: Es helfe den Menschen, "gut länger selbstbestimmt zu leben". Wegen des demografischen Wandels sieht er einen wachsenden Hilfsmittel-Bedarf.

Gröhe appellierte an die Unternehmen, bei Hilfsmitteln auch sektorenübergreifend nach Innovationen zu suchen. Sein Ministerium stelle hierfür in den nächsten Jahren rund 300 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Die Politik müsse darüber hinaus alles tun, um auch die Forschung und Produktion von Gesundheitsprodukten in Deutschland zu halten. Details unter: www.station24.de (News).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Forschungs­ministerium verstärkt Förderung von Digitalisierung im Gesundheitswesen

    Das Bundesforschungsministerium will die Digitalisierung im Gesundheitswesen stärker fördern. „Daten helfen heilen“, sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Deshalb werde die Digitalisierung in der Gesundheitsforschung mit weiteren 200 Millionen Euro gefördert, berichtet das Deutsche Ärzteblatt Online. Mehr

  • EU-Kommission bessert bei MDR nach | BVMed: „Lösungen jetzt schnell umsetzen“

    Der BVMed sieht in dem von der EU-Kommission vorgelegten Legislativvorschlag zur Verbesserung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ein gutes Signal für die medizinische Versorgung der Patient:innen und den Medizinprodukte-Standort Europa. „Es ist gut, dass die Kommission jetzt Tempo macht. Jetzt muss im Schnellverfahren eine Einigung mit Parlament und Rat erzielt werden, um einerseits sicherzustellen, dass Patient:innen in ganz Europa Zugang zu sicheren Medizinprodukten haben und andererseits der MedTech-Branche die notwendige Planungssicherheit zu geben“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Mehr

  • CDU-MdBs Sorge und Monstadt: Versorgung mit Medizinprodukten auch künftig sicherstellen | Bundesregierung muss EU-Fristverlängerung nutzen

    Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Übergangsfristen für die Zertifizierung von Medizinprodukten verlängern zu wollen. Dazu forderten der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tino Sorge, und der zuständige Berichterstatter Dietrich Monstadt, dass es keine weiteren Engpässe bei Medizinprodukten geben dürfe. „Die Hersteller brauchen endlich Planungssicherheit.“ Die MDR-Übergangsfristen zu verschieben sei ein erster Schritt, „löst aber noch nicht die Probleme. Hier muss nun dringend nachgeschärft werden.“ Mehr


©1999 - 2023 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik