Medizinprodukteverordnung

EU-MDR: TV-Beiträge zu MedTech-Versorgungsengpässen

Die aktuelle Diskussion um Versorgungsengpässe bei Medizinprodukten durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR) hat auch die regionalen öffentlich-rechtlichen Medien erreicht. So besuchte der Bayerische Rundfunk (BR) das BVMed-Mitgliedsunternehmen Peter Brehm in Weisendorf in Franken, das Gelenkersatzimplantate produziert. In deutschen Krankenhäusern drohe ein Engpass bei Implantaten und Prothesen, da es bisher an den entsprechenden Prüfstellen, den Benannten Stellen, mangele, so der BR in seiner "Abendschau" und "Rundschau". Die verschärften Kontrollregeln der EU, die die Patienten eigentlich besser schützen sollen, stellten viele Hersteller vor riesige Probleme und liefen damit ins Leere. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) seien betroffen. Es sei sehr schwer, entsprechend ausgebildetes Personal zu finden, die Produktvielfalt müsse eingeschränkt werden und manche benötigten Implantate sogar vom Markt verschwinden, so die Berichte des BR.

Auch der Südwestrundfunk (SWR) widmete sich dem Thema mit einem Beitrag über den Implantate- und Chirurgieinstrumentenhersteller Aesculap in Tuttlingen. Das Unternehmen ist ebenfalls BVMed-Mitglied. Tuttlingen ist mit derzeit 400 Unternehmen die wichtigste Medizintechnik-Region Europas. Auch hier gebe es Probleme, die neue EU-Verordnung mache den Unternehmen sehr zu schaffen. Experten gehen davon aus, dass in der MedTech-Region Tuttlingen 20 Prozent der Branchenarbeitsplätze in Gefahr sind. Link zu den Beiträgen: twitter.com/bvmed.
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