Inkontinenzversorgung

Neues BVMed-Positionspapier zur Kontinenzförderung

Auf Defizite in der Inkontinenzversorgung und mögliche Lösungsansätze für eine verbesserte Patientenversorgung weist der BVMed-Fachbereich Stoma / Inkontinenz (FBSI) in einem neuen Positionspapier "zur Kontinenzförderung und Hilfsmittelversorgung im Rahmen der Produktgruppe 15 für ableitende Inkontinenzhilfen" hin.

Das Papier schlägt Grundsätze der Versorgung vor, die mit allen an der Versorgung maßgeblich beteiligten Organisationen wie dem MDS / MDK diskutiert werden sollen.

Eine Kernforderung ist eine differenziertere Vergütungsstruktur, "die sich an dem individuellen Schweregrad der Diagnose, den relevanten Krankheitsbildern, der Heterogenität und der Individualität der Versorgung orientiert", so BVMed-Hilfsmittelexpertin Daniela Piossek. "Die Kontinenzförderung in der ambulanten Versorgung weist bereits heute durch Pflegefachkräftemangel, Zeitnot und ineffiziente Abläufe hohe Defizite auf", heißt es in dem BVMed-Papier.

Harn- und Stuhlinkontinenz werden oft als alterstypische Erscheinung ohne die Einleitung von qualifizierten Diagnostik- und Therapiemaßnahmen in Kauf genommen. "Die dabei zum Tragen kommende standardisierte und zum Teil durch starre Mengenvorgaben begrenzte Versorgung entspricht nicht den Möglichkeiten einer Anpassung an den individuellen Bedarf des Betroffenen", so Piossek. Download des Positionspapiers unter: www.bvmed.de (Themen / Inkontinenz).
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