Gesundheitspolitik

Gröhe: Nicht nur Preis-, auch Qualitäts-Wettbewerb

„Der medizinische Fortschritt muss allen Menschen, die ihn brauchen, zur Verfügung gestellt werden.“ Dieses klare Bekenntnis zur Innovationsfreundlichkeit des Gesundheitssystems legte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf dem Hauptstadtkongress Medizin & Gesundheit Ende Juni 2014 in Berlin ab.

Gemeinsames Ziel aller Beteiligten müsse es sein, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Menschen sicherzustellen, so Gröhe. Dies setze eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems voraus. Als weitere Herausforderungen nannte der Minister den Nachwuchsmangel, die Versorgung im ländlichen Raum und eine stärkere Qualitätsorientierung. Es gehe nicht nur um einen Preiswettbewerb, „sondern immer auch um einen Qualitäts- und Preiswettbewerb“.

Die Versorgungangebote müssten besser verzahnt werden. Der neue Innovationsfonds soll dies und die Versorgungsforschung fördern. Aufgabe des neuen Qualitätsinstituts sei es, Konsens bei geeigneten Qualitätsparametern zur Struktur- und Ergebnisqualität zu finden. Als ein Musterbeispiel für den notwendigen Ausbau der Telemedizin nannte der Minister die Telekardiologie für Herzschrittmacher-Träger.

Links:
Der Hauptstadtkongress im Internet
Der Hauptstadtkongress 2014 auf Twitter
  • Weitere Artikel zum Thema
  • EU-Kommission bessert bei MDR nach | BVMed: „Lösungen jetzt schnell umsetzen“

    Der BVMed sieht in dem von der EU-Kommission vorgelegten Legislativvorschlag zur Verbesserung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ein gutes Signal für die medizinische Versorgung der Patient:innen und den Medizinprodukte-Standort Europa. „Es ist gut, dass die Kommission jetzt Tempo macht. Jetzt muss im Schnellverfahren eine Einigung mit Parlament und Rat erzielt werden, um einerseits sicherzustellen, dass Patient:innen in ganz Europa Zugang zu sicheren Medizinprodukten haben und andererseits der MedTech-Branche die notwendige Planungssicherheit zu geben“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Mehr

  • CDU-MdBs Sorge und Monstadt: Versorgung mit Medizinprodukten auch künftig sicherstellen | Bundesregierung muss EU-Fristverlängerung nutzen

    Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Übergangsfristen für die Zertifizierung von Medizinprodukten verlängern zu wollen. Dazu forderten der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tino Sorge, und der zuständige Berichterstatter Dietrich Monstadt, dass es keine weiteren Engpässe bei Medizinprodukten geben dürfe. „Die Hersteller brauchen endlich Planungssicherheit.“ Die MDR-Übergangsfristen zu verschieben sei ein erster Schritt, „löst aber noch nicht die Probleme. Hier muss nun dringend nachgeschärft werden.“ Mehr

  • Holetschek fordert mehr Druck auf Brüssel gegen Engpässe bei Medizinprodukten – Bayerns Gesundheitsminister: Verlängerung von Übergangsfristen in Brüsseler Verordnung reicht nicht – Versorgung und Innovation sind gefährdet

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht trotz erster Bewegung der EU-Kommission im Kampf gegen vorhersehbare Versorgungsengpässe mit lebenswichtigen Medizinprodukten dringenden weiteren Handlungsbedarf. „Ich begrüße ausdrücklich, dass die EU-Kommission angekündigt hat, die Übergangsfristen für Zertifizierungen von sicheren und bewährten Medizinprodukten nach der MDR um bis zu vier Jahre zu verlängern. Aber das ist noch zu wenig, das Bundesgesundheitsministerium und die EU-Kommission haben den Warnschuss von Ärzten und Kliniken immer noch nicht gehört!“, so der Minister. Mehr


©1999 - 2023 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik