Gemeinsamer Bundesausschuss

Hecken wirbt für Kompromiss bei Methodenprüfungen

In der Diskussion um eine mögliche Beschleunigung bei der Methodenbewertung hat der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, angedeutet, einen Kompromiss gefunden zu haben. Bei einem Vortrag auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress kündigte er ein mehrstufiges Bewertungsverfahren durch den G-BA an. Dabei sollen die Anträge, mit denen neue Methoden in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen werden, in drei Kategorien eingeteilt werden, berichtet das Ärzteblatt.

"Mit dieser Teilung schaffen wir 80 Prozent der Verfahren schnell vom Tisch und sammeln früh in die Versorgung Erkenntnisse und Daten. Wir können dann unsere Arbeitsenergie auf die 20 Prozent der gefährlichen Verfahren fokussieren", erklärte Hecken seinen Vorschlag.

Dem Vernehmen nach soll dies als Änderungsantrag zum Implantateregister-Einrichtungsgesetz (EDIR) eingebracht werden. In dem Gesetz, welches das Bundeskabinett noch nicht beschlossen hat, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich das Recht eingeräumt, nach Ablauf der Beratungsfrist von zwei Jahren oder einer abgelehnten Entscheidung durch den G-BA selbstständig gegen oder anstelle des G-BA die entsprechende Methode in den GKV-Leistungskatalog aufzunehmen. Mehr Details zu den einzelnen Kategorien: aerzteblatt.de (News /Politik).
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