Gemeinsamer Bundesausschuss

Hecken wirbt für Kompromiss bei Methodenprüfungen

In der Diskussion um eine mögliche Beschleunigung bei der Methodenbewertung hat der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, angedeutet, einen Kompromiss gefunden zu haben. Bei einem Vortrag auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress kündigte er ein mehrstufiges Bewertungsverfahren durch den G-BA an. Dabei sollen die Anträge, mit denen neue Methoden in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen werden, in drei Kategorien eingeteilt werden, berichtet das Ärzteblatt.

"Mit dieser Teilung schaffen wir 80 Prozent der Verfahren schnell vom Tisch und sammeln früh in die Versorgung Erkenntnisse und Daten. Wir können dann unsere Arbeitsenergie auf die 20 Prozent der gefährlichen Verfahren fokussieren", erklärte Hecken seinen Vorschlag.

Dem Vernehmen nach soll dies als Änderungsantrag zum Implantateregister-Einrichtungsgesetz (EDIR) eingebracht werden. In dem Gesetz, welches das Bundeskabinett noch nicht beschlossen hat, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich das Recht eingeräumt, nach Ablauf der Beratungsfrist von zwei Jahren oder einer abgelehnten Entscheidung durch den G-BA selbstständig gegen oder anstelle des G-BA die entsprechende Methode in den GKV-Leistungskatalog aufzunehmen. Mehr Details zu den einzelnen Kategorien: aerzteblatt.de (News /Politik).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed-Akademie informiert über neue Wundversorgungs-Regelungen

    Die BVMed-Akademie informiert in einem Online-Seminar am 25. März 2021 mit dem Titel „Wundversorgung – Was gilt Wann und Wofür?“ über die neuen Regelungen zur Verbandmittel-Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung. Das Seminar gibt einen Überblick über die neuen gesetzlichen Anforderungen an Hersteller von Verbandmitteln und verbandmittelähnlichen Produkten. Referenten sind Rechtsanwalt Dr. Christian Stallberg sowie die Market Access-Expertin Dr. Jana Kliemt. Weiterlesen

  • Bundesrats-Initiative zur Verbandmittel-Definition | BVMed: „Fristverlängerung für Verbandmittel absolut notwendig“

    Der Bundesrat hat sich in einer Stellungnahme zum GVWG dafür ausgesprochen, die Übergangsfrist zur Verordnung von sonstigen Produkten zur Wundbehandlung von zwei auf drei Jahre zu verlängern. Der BVMed begrüßt die Bundesrats-Initiative zur Verlängerung der Erstattungsregelungen für moderne Verbandmittel. „Es ist für die sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten absolut notwendig, die Frist für neue Nutzennachweise auf drei Jahre zu verlängern“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Weiterlesen

  • Eingeengte Verbandmittel-Definition | BVMed: Gesetzgeber muss handeln

    Bei den drohenden Engpässen in der Wundversorgung durch die neue, eingeengte Verbandmitteldefinition ist nach Ansicht des BVMed nun der Gesetzgeber gefordert, einen klaren Rahmen zu setzen, um die Versorgung der betroffenen Menschen mit chronischen und akuten Wunden nicht zu gefährden. „Wir brauchen eine deutlich längere Übergangsfrist, die Änderung der Stichtagsregelung und klare Kriterien für die erforderlichen Studien“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Weiterlesen


©1999 - 2021 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik