COVID-19

Lokale Maskenproduktion: BMWi geht auf Hersteller zu

In der aktuellen Diskussion zur Produktion von Schutzkleidung und FFP-Masken in Deutschland sowie einer damit verbundenen angemessenen Erstattung für die Hersteller signalisiert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) Entgegenkommen, berichtete tagesschau.de am 9. April 2020. "Wichtig ist, dass Unternehmen bei Produktionsumstellungen finanziell ausreichende Planungssicherheit haben. Hierzu wird an Lösungen gearbeitet, damit wir entsprechende Investitionen auch finanziell unterstützen können", wird das BMWi im Artikel zitiert.

BVMed-Pressesprecher Manfred Beeres sieht den Ausbau von Produktionskapazitäten für Schutzkleidung in Deutschland durchaus realistisch: "Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantierte Abnahmemengen zu fairen Preisen von der öffentlichen Hand gibt, ist der Aufbau von Produktionskapazitäten ab Herbst 2020 möglich." Ohne eine staatliche Abnahmegarantie "zu fairen Preisen" könnten sich die Produzenten jedoch nicht dauerhaft halten, "da die niedrigen Arbeitskosten der asiatischen Märkte in Europa nicht erreicht werden können." Die etablierten Hersteller hätten ihre Produktion bereits so weit wie möglich hochgefahren, so Beeres weiter.

Der Verband fordert indes, Lehren aus der Krise zu ziehen: Die Bundesregierung solle gemeinsam mit Firmen globale Lieferketten analysieren, Abhängigkeiten feststellen, Produkte definieren, die im Krisenfall ausreichend verfügbar sein müssen – und von diesen einen ausreichenden Vorrat anlegen.

Diese BVMed-Forderung wurde nun von der Bundeskanzlerin aufgegriffen. Angela Merkel hatte bei diesem Punkt in ihrer Fernseh-Ansprache am 9. April 2020 von "einer größeren strategischen Unabhängigkeit" gesprochen. Vollständiger Artikel unter: tagesschau.de/inland/masken-
produktion-deutschland-101.html
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