Diabetes

Diabetes: Erleichterungen durch moderne Technologien

In Deutschland sind insgesamt 6,7 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Jedes Jahr kommen 500.000 Neuerkrankte hinzu, davon 90 Prozent mit Typ 2-Diabetes. Etwa ein Fünftel aller Todesfälle sind einer neuen Studie zufolge direkt auf diese chronische Erkrankung zurückzuführen. Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Entwicklungen müssen die Versorgung und die medizinischen Strukturen dringend verbessert werden, erklärten Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die DDG fordert einen Nationalen Diabetesplan, der auch ein Diabetesregister mit Patientendaten beinhalten soll. Nur so könnten regionale Unterschiede in der Versorgung aufgezeigt werden, sagte Prof. Dr. Baptist Gallwitz. Außerdem schaffe eine breite Datenbasis die Grundlage dafür, validierte und detaillierte Erkenntnisse über die Langzeitwirkung von Therapien in der breiten Anwendung zu gewinnen.

Die Experten der DDG betonten auch, dass moderne Technologien eine große Erleichterung im Alltag darstellen. Dazu gehören moderne Glukosemessgeräte oder Insulinpumpen. "Die Digitalisierung verändert die Diabetologie grundlegend – sowohl in der Forschung als auch in der Therapie", sagte DDG-Präsident Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland. "Wenn Patienten beispielsweise Apps nutzen, um ihre Blutzuckerwerte zu messen, kann das ihre Selbstbestimmung stärken und zugleich eine zeitliche Entlastung für Ärzte bedeuten." Wichtig dabei sei jedoch, dass Patienten selbst entscheiden könnten, wem sie ihre Daten zur Verfügung stellen – und zu welchem Zweck. Mehr: deutsche-diabetes-gesellschaft.de (Presse).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • "Diabetes früher erkennen und besser managen"

    Der BVMed unterstützt zum Weltdiabetestag am 14. November Aktivitäten, um Diabetes früher erkennen und besser behandeln zu können. Der BVMed betont vor allem die große Bedeutung des Diabetes-Selbstmanagements und verweist auf die modernen Medizintechnologien, die für die Blutzuckerselbstkontrolle und Insulingabe zur Verfügung stehen. "Moderne und digitale Technologien beim Diabetes-Management helfen den Betroffenen, ein selbstbestimmtes Leben mit hoher Lebensqualität zu führen und Folgeerkrankungen zu vermeiden", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Wichtig sei es zudem, geeignete Verfahren zu entwickeln, um Patienten den zeitnahen Zugang zu den Diabetestechnologien zu ermöglichen. Weiterlesen

  • Weltdiabetestag am 14. November: Prävention stärken

    Rund um den Weltdiabetestag am 14. November finden bundesweit eine Reihe von Veranstaltungen zur Diabetesaufklärung statt, informiert diabetesDE, die Deutsche Diabetes-Hilfe. Weltweit sind 425 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt – in Deutschland sind sieben Millionen Menschen betroffen; zwei Millionen wissen noch nichts von ihrer Erkrankung. Treten aufgrund von Folgeerkrankungen zum Beispiel an Herz-Kreislauf, Augen oder Nieren schließlich Symptome auf, besteht der Diabetes durchschnittlich bereits acht bis zehn Jahre. Viel Zeit, die ungenutzt verstreicht. Weiterlesen

  • Diabetes und digitale Medizinprodukte

    Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat für "digitale Medizinprodukte" eine eigene Kategorie gefordert. Diabetes sei eine "Modellkrankheit für die Digitalisierung", da Patienten ständig messen und Daten erheben, sagte DDG-Präsident Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland zum Deutschen Diabetes Kongress Mitte Mai 2018 in Berlin. Digitale Medizinprodukte müssten dabei geeignete Zulassungs- und Überwachungskriterien haben. Weiterlesen


©1999 - 2018 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik