Minimal-invasive Chirurgie

MedTech-Fortschritt: OPs bei Älteren weniger risikoreich

Dank minimalinvasiver Operationstechniken lassen sich heutzutage die OP-Risiken für hochbetagte Patienten deutlich senken, betonten die Experten des Chirurgenkongresses, der vom 26. bis 29. März in München stattfand. Wurden früher etwa Krebspatienten in höherem Alter jenseits der 75 kaum noch operiert, könnten heute bei diesen Patienten Tumore an Speiseröhre, Darm, Magen und Leber oft minimalinvasiv und somit schonend entfernt werden, zitiert die Ärzte-Zeitung den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Prof. Matthias Anthuber.

"Wir machen heute erfolgreiche Krebsoperationen bei Patienten im achten und neunten Lebensjahrzehnt", sagte Anthuber, Präsident des Kongresses. "Gerade die Entwicklung von minimalinvasiven Methoden hat die Belastungen für ältere Patienten reduziert." Es gebe weniger Wundinfektionen und Schmerzen. Studien zeigten dabei keine höhere Gefahr eines Rezidivs als bei herkömmlichen OP-Methoden. 30 bis 40 Prozent der Eingriffe bei Darmkrebs würden bereits minimalinvasiv gemacht, berichtet Anthuber. "Das ist noch steigerungsfähig. Wir sind hier den Nachbarländern deutlich hinterher."

Auch Rücken-Operationen und künstliche Hüften stellten bei sorgfältiger Prüfung des Einzelfalles für hochbetagte Patienten oft kein unvertretbares Risiko mehr dar. Mehr zum Thema unter: aerztezeitung.de (Krankheiten).
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