Telekardiologie

DGK bemängelt Versorgungslücke bei Vorhofflimmern

Herzrhythmusstörungen gehören zu den verbreitetsten Herzerkrankungen mit zunehmender Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit. Die häufigste anhaltende Rhythmusstörung ist Vorhofflimmern, das zu Schlaganfällen führen kann. Das international etablierte diagnostische Verfahren zum Nachweis dieser Herzrhythmusstörungen ist der implantierbare Ereignis-Rekorder (implantierbarer Loop-Recorder, ILR). Er überwacht den Herzrhythmus kontinuierlich und sendet die Daten telemedizinisch an den Arzt.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bemängelt in einem Positionspapier, dass in Deutschland in der Versorgung mit ILRs eine nicht akzeptable Situation bestehe. Bei Hochrisikopatienten im stationären Bereich kann die Abrechnung über eine entsprechende DRG-Ziffer erfolgen. Jedoch wird die Kostenerstattung LR-Implantation in vielen Fällen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen abgelehnt. Zudem sei die Nachsorge nicht Bestandteil des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM), weshalb eine Abfrage der Systeme bei GKV-Patienten nicht möglich ist.

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