Herzerkrankungen

Herzbericht 2016: Herzchirurgie in Deutschland

Der am 25. Januar 2017 in Berlin vorgestellte Herzbericht 2016 bestätigt, dass die herzchirurgische Versorgung bundesweit auf hohem Qualitätsniveau etabliert ist, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). "Insgesamt wurden im Jahr 2015 in Deutschland 128.175 Herzoperationen durchgeführt", erläutert Dr. Wolfgang Harringer, erster DGTHG-Vizepräsident. "Trotz des kontinuierlichen Anstiegs des Lebensalters, und den damit einhergehenden Begleiterkrankungen, liegen die Überlebensraten der Patienten dank der kontinuierlichen Weiterentwicklungen bestehender, und Initiierung minimalinvasiver, schonenderer Operationsverfahren, weiterhin bei ca. 97 Prozent."

Europaweit gehört die Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen, die verschleißbedingt, insbesondere im hohen Lebensalter, auftritt. Neben den konventionellen Operationsverfahren bieten minimalinvasive kathetergestützte Techniken (TAVI und Mitral Clip) eine schonende Alternative für ausgewählte Patienten höheren Lebensalters in Kombination mit erheblichen Begleiterkrankungen. Die Zahl kathetergestützter Aortenklappenimplantationen (TAVI) im Jahr 2015 beträgt laut des deutschen Herzberichtes 15.573. Details zum Herzbericht auf: dgthg.de (Presse).
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Weltherztag | Schrittmacher, Defibrillator und CRT-Systeme sind lebensrettende Herz-Rhythmus-Implantate

    Die Entwicklung verschiedener Herz-Rhythmus-Implantate ist eine medizinische Erfolgsgeschichte, die bereits zahllosen Menschen Lebensqualität zurückgegeben und in vielen Fällen sogar das Leben gerettet hat. Für die moderne Medizin sind diese Systeme unentbehrlich. Am 29. September 2022 ist Weltherztag. Schwerpunkt in diesem Jahr sind Herzrhythmusstörungen. Mehr

  • Destatis zu Krankheitskosten 2020 | Krankheiten des Kreislaufsystems führten zu Kosten von 56,7 Milliarden Euro

    Krankheiten des Kreislaufsystems verursachen nach der aktuellen Krankheitskosten-Statistik 2020 die höchsten Kosten im Gesundheitssystem. Sie führten zu Kosten von 56,7 Milliarden Euro, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Jahr 2020 verursachten Krankheiten und Gesundheitsprobleme in Deutschland insgesamt Kosten in Höhe 431,8 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Krankheitskosten entfiel auf die Bevölkerung ab 65 Jahren. Die Pro-Kopf-Kosten bei Frauen 2020 lagen durchschnittlich rund 21 Prozent höher als bei Männern (2002: 38 Prozent). Mehr

  • Bei Prävention stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei den Deutschen an erster Stelle

    Wenn es um verstärkte Vorsorgemaßnahmen im Rahmen eines nationalen Präventionsplans geht, stehen bei der deutschen Bevölkerung Herz-Kreislauf-Erkrankungen HKE) klar an erster Stelle: 61 Prozent halten einen nationalen HKE-Präventionsplan mit abgestimmten Maßnahmen für sinnvoll, gefolgt von Prävention für Krebs (58,4 Prozent), Depression (47,3 Prozent), Diabetes (45,5 Prozent) und Adipositas (41,5 Prozent). Am Ende der Liste stehen die Erkrankungen Rückenschmerzen (33,9 Prozent) und Long-COVID (33,3 Prozent). Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des BVMed. Mehr


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik