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MedTech-Kommunikationskongress 2008 (1): Web 2.0 und Virales Marketing: „Die Unternehmen müssen den Dialog mit Kunden und Patienten neu erlernen“

„Die digitale Mundpropaganda im Internet ist auf dem Vormarsch.“ Das war die Botschaft von Web 2.0-Experte Martin Oetting in seinem Vortrag zur Eröffnung des 4. MedTech Kommunikationskongresses von BVMed und SPECTARIS am 26. und 27. Mai 2008 in Frankfurt. Für die Unternehmen bedeute dies, dass sie den Dialog mit den Kunden und Patienten „neu erlernen müssen“, beispielsweise mittels Blogs, viraler Kommunikation oder einem „Open Source“-Ansatz. Martin Oetting ist Gesellschafter und Leiter Forschung der trnd AG, einer Spezialagentur für Mundpropaganda Marketing. Sein Vortrag stand unter dem Motto „Web 2.0 und virales Marketing: Worauf müssen sich die Unternehmen künftig einstellen?“

Viele Marketingverantwortliche seien noch heute der festen Überzeugung, man könne Marketing und Werbung gleichsetzen und auf das schlichte Versenden von Inhalten reduzieren. „Mittlerweile fordern die Kunden und Konsumenten aber den Dialog zurück, denn das Internet hat ihnen eine Stimme gegeben, die inzwischen oft lauter ist als die der großen Konzerne“, so Oetting.

Unterschiedliche Beispiele schlechter Krisen-PR im Internet zeigten, dass die Unternehmen meist schlecht darauf vorbereitet sind, dass Produkterfahrungen heute millionenfach über das Internet kommuniziert und verbreitet werden. Oetting: „Private Kommentare auf Internetseiten können mittlerweile Umsätze und Börsenkurse empfindlich stören und erfahrene Kommunikationsprofis bloßstellen“. Das Internet führe schrittweise dazu, „dass die seit Jahrzehnten bewährten und bekannten Kommunikations- und Verteilungsmechanismen, an die sich Unternehmen bei Massenmarketing und Vertrieb gewöhnt haben, an Gültigkeit und Funktion verlieren. Und dass alte Tugenden, die früher für die Vermarktung und das Geschäftemachen wichtig waren, nämlich die Bereitschaft und die Fähigkeit zu Dialog und Gespräch, auch im Massenmarketing eine Renaissance erleben.“

Seine klare Botschaft an die MedTech-Unternehmen: „Die alte Vorstellung, dass Unternehmen ihre Kommunikation kontrollieren, und dass die Kunden diese wahrnehmen und danach ganz artig kaufen gehen, sollte man für die Zukunft des Marketing vergessen. Die Kunden wollen von nun an den Dialog und das Gespräch. Entweder man nimmt Teil an der Konversation oder sie sprechen einfach untereinander, ganz ohne das Unternehmen. Und dann hat man nicht nur keine Kontrolle mehr, sondern obendrein auch keine Ahnung.“

Der vierte Kommunikationskongress Medizintechnologie am 26. und 27. Mai 2008 in Frankfurt steht unter dem Motto „Professionalisierung der Kommunikationsarbeit in der MedTech-Branche“. Der Kongress wird erstmals von BVMed und SPECTARIS gemeinsam veranstaltet. Schwerpunktthemen sind Kommunikation managen und steuern, Krisenmanagement und Krisenkommunikation sowie Markenaufbau und Markenkommunikation. Mehr im Internet unter: www.bvmed.de.
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