Patientengeschichten

Körperstolz-Heldin Claudia Weber hat ihre Lebensqualität zurückgewonnen

"Seit der Hüft-OP sind die Schmerzen vorbei"

Claudia Weber (53) wurde eine Hüftgelenkprothese implantiert – wie jährlich 230.000 Patienten in Deutschland. Dank moderner Medizintechnologie kann sie sportliche Aktivitäten und Berufsleben wieder dynamisch und schmerzfrei gestalten. Als Protagonistin der BVMed-Kampagne "Körperstolz" möchte sie anderen Menschen helfen, so positiv wie sie mit einer solchen Operation umzugehen. Die Plakate mit Claudia sind derzeit mitten in Berlin und am Flughafen Tegel zu sehen. Informationen, Motive und Patienteninterviews gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.

Claudia Weber liebt es, Sport im Freien zu treiben und hat sich vor einigen Jahren mit einem Kleinunternehmen für Berufsbekleidung selbstständig gemacht. 2009 wurde bei ihr eine Hüftdysplasie festgestellt, also eine angeborene Fehlstellung der Hüfte. Für eine Hüftgelenkprothese entschied sie sich acht Jahre später – als die Schmerzen zu stark wurden. "Meine Lebensqualität war so stark eingeschränkt und meine Familie musste ständig zurückstecken, da ich nicht mehr sehr aktiv sein konnte", erzählt sie im Interview. Heute weiß sie "schon gar nicht mehr", dass sie "mal solche Schmerzen hatte". Sie ist wieder schmerzfrei aktiv und kann sogar wieder Skifahren.

Im Interview schildert Claudia Weber den Weg von der OP zur Reha und Physiotherapie. "Ich wurde sieben Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen und bin im Anschluss für drei Wochen zur Reha. Das neue, künstliche Gelenk kann man von Anfang an belasten." Nach zwei Wochen Reha konnte sie schon sehr gut ohne Krücken laufen. "Und vor allem: Ich hatte keine Schmerzen!" Danach kam die Physiotherapie beim örtlichen Therapeuten.

Da eine Hüftprothese in der Regel 15 bis 20 Jahre hält, muss das künstliche Hüftgelenk bei jüngeren Patienten nochmals ausgetauscht werden. Bei Claudia Weber wurde deshalb eine Kurzschaftprothese eingesetzt, bei der weniger Knochensubstanz entfernt werden muss. Dementsprechend bleibt mehr Knochensubstanz zur Verankerung der Nachfolgeprothese zur Verfügung.

Mit dem Ergebnis ihrer Hüft-OP ist sie hochzufrieden: "Seit der OP habe ich keine Schmerzen mehr und das künstliche Gelenk spüre ich auch nicht." Sie möchte nun anderen mit ihrer Geschichte die Angst nehmen, um die OP positiv angehen zu können. "Ich möchte, dass sie sich sagen können: 'Super, ich bekomme eine neue Hüfte und dann kann ich wieder aktiv sein!' statt 'Oh je, ich brauche eine neue Hüfte'."

Das ausführliche Interview mit Claudia gibt es unter www.bvmed.de/claudia.

Die BVMed-Kampagne "Körperstolz" will das Verständnis für die Lebenssituation Betroffener stärken und die Bedeutung von Medizinprodukten für ein selbstbestimmtes und aktives Leben zeigen. Das Motto lautet: "Jeder Mensch ist einzigartig. Einigen helfen wir, wie alle anderen zu leben." Die Kampagne 2018 startet mit Motiven zu den Bereichen künstliches Hüftgelenk, minimalinvasiver Herzklappenersatz, Inkontinenz-Versorgung, Schultergelenkprothese, implantierter Defibrillator, Lymphödem nach Brustkrebs, Diabetes, Stoma, Tracheotomie / Laryngektomie, Dialyse und Künstliche Ernährung im Juni 2018 am Flughafen Tegel und auf Großflächen in Berlin. Die Motive werden auch am BVMed-Stand auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 im City Cube Berlin präsentiert.

Informationen, Motive und Patienteninterviews gibt es unter www.bvmed.de/koerperstolz.
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